Stolberg - Für Livemusik fällt der Vorhang

Für Livemusik fällt der Vorhang

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:
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Ein Foto aus besseren Tagen der Veranstaltungsreihe „Livemusik im Rolandshaus”. Rechts auf dem Bild ist Eddy Mosbeux, der in der Vergangenheit die Livemusik-Reihe organisiert hatte. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Mit Beginn des neuen Jahres fällt für „Livemusik im Rolandshaus” der letzte Vorhang: Nach fast einem Jahrzehnt wird die monatlich stattfindende Veranstaltungsreihe eingestellt. Grund dafür sind die geringen Besucherzahlen.

Plattform für die Szene

„Es ist deprimierend, wenn Musiker vor neun bis zwölf Zuhörern auftreten müssen”, erklärt Eddy Mosbeux, der in den vergangenen drei Jahren „Livemusik im Rolandshaus” organisierte. In den Jahren zuvor war Klaus Heymann für das Organisatorische verantwortlich, der mit seinem Umzug nach Berlin an Eddy Mosbeux die Leitung übertrug.

Musikern aus der Region eine Plattform zu geben, und damit gleichzeitig die Musikszene in Stolberg zu verstärken: Das waren die Bausteine, auf denen „Livemusik im Rolandshaus” basiert. Um die Besucher auch zu den Auftritten von unbekannten Musikern zu locken, wird prinzipiell kein Eintritt erhoben.

Vom Konzept ist Mosbeux nach wie vor überzeugt, er sagt aber auch, „dass alle Dinge ihre Zeit haben, dass irgendwann das Ende kommt. Wir hatten Jahre mit guten Zuschauerzahlen”, stellt der 56-Jährige klar, „aber 2008 war miserabel. Stellenweise hatte ich wirklich Sorge, mit den Musikern und dem Gastwirt allein zu bleiben, doch dann kamen doch noch ein paar wenige Besucher vorbei.”

Traten Stolberger auf, war es in dem kleinen Gaststättenraum deutlich voller, „die brachten ja automatisch ihre Familien und Freunde mit, aber die Musiker, die nicht von hier sind, spielten mehr oder weniger vor leeren Zuschauerreihen”, bedauert Eddy Mosbeux.

Dass das Interesse an der Stolberger Veranstaltungsreihe derart abgeflaut sei, erklärt sich Mosbeux unter an anderem, damit, dass es in der Region mehrere Veranstaltungsreihen in der Machart von „Livemusik im Rolandshaus” gäbe.

Neue Pläne, um die Musiklandschaft in Stolberg auszubauen, hat Mosbeux nicht in der Schublade liegen. „Wenn ich wieder etwas machen sollte, dann wohl eher in der Aachener Umgebung”, sagt er.

Der Auftritt des „Trio-Akustik” am Sonntag um 20 Uhr wird der letzte in der Geschichte von „Livemusik im Rolandshaus” sein. Im Repertoire hat die Band, die allerdings aus vier Hobbymusikern besteht, Popballaden in deutscher, englischer und italienischer Sprache.

Auch irische Folklore gehört zum bunt gemischten Repertoire von Jan Zimmermann, René Hongwer, Ben Schäfer und Raphael Weißkopf, mit deren Auftritt der letzte Vorhang für „Livemusik im Rolandshaus” fällt.
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