Stolberg - Für das Gymnasium wird im Krankenhaus nun „al dente” gekocht

Für das Gymnasium wird im Krankenhaus nun „al dente” gekocht

Von: kol
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Unterzeichneten den Vertrag im Beisein von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler: Thomas Schellhoff (links) und Burghart Klein. Foto: K. Linden

Stolberg. Manchmal geht alles ganz schnell: Die Tinte auf dem Vertrag zwischen der Schule und dem Krankenhaus war noch nicht ganz trocken, da löste sich auch das letzte Problem der Übermittagbetreuung wie von selbst.

Das Ritzefeld-Gymnasium kann voraussichtlich schon ab Februar eine Übermittagbetreuung inklusive Essen für seine Schüler anbieten. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten jetzt Schulleiter Burghart Klein und der Verwaltungsdirektor des Bethlehem-Krankenhauses, Thomas Schellhoff. An mehreren Tagen in der Woche wird die Küche des Krankenhauses für geschätzte 250 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums mitkochen.

Damit die Schüler aber nicht im Stehen essen müssen, braucht das „Ritze” noch Tische und Stühle, auch eine Ausgabetheke für die Mahlzeiten fehlt noch. Das Geld dafür war vom Land zugesagt, zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung in dieser Woche aber noch nicht bewilligt. „Wir haben nichts”, sagt Burghart Klein. In „unverschämter Weise” werde die Schule aber vom Krankenhaus unterstützt. „Das Bethlehem liefert uns das Essen in Wärmeboxen, Geschirr, Besteck und übernimmt sogar die Reinigung”, ist Klein dankbar.

Gute Kontakte zwischen den beiden Nachbarn gebe es schon lange, zum Beispiel durch Schülerpraktika oder gar Ausbildungen im Krankenhaus, oder durch das Ochester des Gymnasiums, dass immer in der Weihnachtszeit im Bethlehem aufspielt. „Daraus ist jetzt diese Vereinbarung geworden”, sagt Klein und nennt einen weiteren Grund: „Es war uns wichtig, einen Partner hier im Ort zu finden, damit die Wege kurz sind.”

„Unser Ziel ist, die Versorgung schnellstmöglich zu ermöglichen”, sagte Thomas Schellhoff bei der Unterzeichnung des Vertrags im Beisein des Bürgermeisters. Da wussten die Partner noch nicht, wann es denn losgehen könne, doch das fehlende Mosaiksteinchen kam noch am selben Tag aus Köln: „Die Bezirksregierung hat einen Sonderetat für diejenigen, die schon so weit sind, dass sie Übermittagbetreuung ab dem 1. Februar anbieten können”, teilte Rektor Burkhart Klein erfreut mit.

Aus diesem Topf kann nun finanziert werden, was bislang noch fehlt: eine Ausgabetheke sowie Tische und Stühle, an denen die Schüler sowohl in der provisorischen als auch später in der neuen Mensa essen können. „Nun versuchen wir, den Starttermin so nah wie möglich an den 1. Februar zu bekommen”, sagt Klein. Dann beginnt offiziell der neue Lehrplan. Kommende Woche sollen die Materialien bestellt werden, dann kommt es noch auf die Lieferfrist für die Möbel an.

Mit rund 250 Schülern, die das Angebot wahrnehmen werden, rechnet Lehrer Jürgen Baral, der die Kooperation mit dem Bethlehem in exzellenter Weise organisiert hat”, wie Burghart Klein bemerkt.

Die Mahlzeiten sollen 2,75 Euro kosten und speziell auf Jugendliche zugeschnitten sein. „Das ist auch für unsere Küche eine andere Anforderung”, sagt Thomas Schellhoff, „denn im Krankenhaus kochen wir natürlich für ältere und kranke Menschen.” Das Essen für die Jugendlichen soll anders und vor allem bissfester sein - „al dente” sozusagen.
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