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Früherkennung ist lebenswichtig

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Dr. Bernd Kallenberg, Dr. Dietrich Dietrich und Dr. Joachim Heise (v.l.) vom „Kompetenz-Netzwerk Kolorektales Karzinom” am Bethlehem-Gesundheitszentrum informieren am kommenden Dienstag über Darmkrebs.

Stolberg. Die schlechte Nachricht vorneweg: Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsform - mit der zweithöchsten Sterblichkeitsrate. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts erkranken in Deutschland jährlich etwa 36.000 Männer und 32.000 Frauen an Dick- und Mastdarmkrebs.

Damit gehört die Erkrankungsrate in Deutschland zu den höchsten innerhalb der Länder der Europäischen Union. Die gute Nachricht: Darmkrebs braucht meist Jahre bis Jahrzehnte, bis er sich aus gutartigen Darmpolypen entwickelt. Deshalb eignet er sich gut zur Früherkennung, denn bereits die Krebsvorstufen lassen sich mit verschiedenen Mitteln nachweisen, und es bleibt ausreichend Zeit für die Behandlung.

Eine Stuhlprobe liefert verschiedene Signale, die auf eine Krebsentstehung hindeuten. Manchmal lassen sich mit dem bloßen Auge Blutauflagerungen auf dem Stuhl erkennen oder auf dem Toilettenpapier zeichnen sich Blutspuren ab. In diesen Fällen ist ein Arztbesuch notwendig. Blutungsquellen im Darm müssen zwar nicht zwangsläufig auf Krebs zurückgehen, eine genauere Untersuchung sollte aber auf jeden Fall folgen. Im Labor lässt sich verborgenes Blut im Stuhl aufspüren.

Auch die Form des Stuhls gibt Hinweise auf eine Krebsentstehung: Ist dem Stuhl morgens viel Schleim aufgelagert oder ist der Stuhl bleistiftdünn, kann das auf Darmkrebs hindeuten. Speziallabore können einer Stuhlprobe noch weitere Informationen entlocken. Bei Personen mit Darmkrebs oder Krebsvorstufen können sich zum Beispiel bestimmte Stoffwechselprodukte im Stuhl anreichern. Solche Tumormarker sind im Labor nachweisbar. Je mehr Tumormarker der Arzt kombiniert, desto genauer ist die Aussage der Untersuchung. Hat sich der Krebsverdacht durch die Laboruntersuchungen tatsächlich erhärtet, wird eine Darmspiegelung notwendig. Während der Darmspiegelung können der Krebs oder die Krebsvorstufen direkt entfernt werden.

Die Sterblichkeit bei Darmkrebserkrankungen sinkt langsam, aber stetig. Eine flächendeckende Früherkennung könnte noch mehr erreichen, denn frühzeitig erkannt ist Darmkrebs zu fast 100 Prozent heilbar.
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