Stolberg - Frische Liste muss doch noch aktualisiert werden

Frische Liste muss doch noch aktualisiert werden

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
vogelsänger
Nach seinem schweren Unfall vor einigen Monaten restauriert und nun nicht in der Liste der städtischen Kunstwerke enthalten: der Vogelsänger fühlt sich „gemobbt”.

Stolberg. Pünktlich, wie letzte Woche im Rechnungsprüfungsausschuss versprochen, legte die Verwaltung im Kulturausschuss eine Liste der städtischen Kunstsammlung sowie der Kunstwerke im Straßenraum dem Kulturausschuss vor. Um sie am Ende der Sitzung aber weiter komplettieren zu müssen.

Denn dem Kulturausschuss erschien die Liste zu lückenhaft. 167 Bilder und Skulpturen vornehmlich aus Rathaus, Burg, Villa Lynen und Kulturzentrum sowie 22 Objekte im Straßenraum sind aufgelistet. Doch gleich beim ersten Blättern vermisste der ein oder andere Kulturpolitiker Werke. „Wo sind denn die Bilder in Schulen gelistet?” hinterfragte beispielhaft Kunibert Matheis.

Und Edmund Offermann (SPD) vermisste beispielsweise die Stele von Ulf Hegewald, die laut Kulturausschuss demnächst restauriert einen Platz im Skulpturengarten des Ateliers am Hammerberg stehen wird, und natürlich den Lichterbrunnen von Wilfried Tertin. „Wir als Stadt sind Eigentümer”, machte Offermann den Anspruch auf Rückerstattung geltend, die „uns seit über einem Jahr beschäftigt”, mahnte Ludwig Hahn (CDU) nach der Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses erneut eine Lösung an.

Fortschritte in dieser Sache konnte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt noch nicht berichten, außer der juristischen Einschätzung, dass die Stadt auch ihre 30 Jahre geltenden Eigentumsansprüche verwirkt habe. Details zur rechtlichen Lage wie auch zu den Vorgängen selbst, sollen demnächst präsentiert werden. Es sei auch nicht an dem, dass die Verwaltung kein Interesse an einer Rückerstattung habe, betonte Pickhard. Aber „ich befürchte, dass dies mit erheblichen Folgekosten für Reparatur und Installierung verbunden wäre”. Der Fachbereichsleiter erinnerte daran, dass bereits vor Jahren aus Kostengründen auf den Wasser- und Stromanschluss für das Kunstwerk verzichtet wurde.

„Das sind zwei unterschiedliche Fragen”, merkte Vorsitzender Axel Wirtz (CDU) an. Erst wenn das Kunstobjekt wieder beschafft sei, könne man sich auch mit dem weiteren Vorgehen befassen. Noch eingehender befassen möchte sich der Kulturausschuss mit dem Vorschlag der Verwaltung, eine Artothek nach Alsdorfer Vorbild einzurichten, aus der für einen eingeschränkten Zeitraum Bürger Kunstwerke entleihen können. Eine Idee, die alle Fraktionen begrüßten.

Aber auch eine Idee, die intensiver vorbereitet werden müsse. Angefangen von einer Ausleihgebühr von 2,50 pro acht Wochen, die Patrick Haas (SPD) „zu niedrig erschien”, um kostendeckend zu sein, über die „Pflichten der Entleiher und Fragen der Versicherung”, so Ludwig Hahn, bis hin zum Standort in der Stadtbücherei, wo die zurzeit eingelagerten 70 Bilder in Stellagen vorrätig gehalten werden könnten. „Ist da der Kosten-Nutzen-Faktor richtig angesetzt?” hinterfragte Uschi Küpper (Grüne) die genannten 10000 Euro und forderte eine konkrete Kalkulation für den Stolberger Bedarf ein.

Bevor der Kulturausschuss grünes Licht für eine Artothek geben wollte, forderte er erst einmal ein detailliertes Konzept und eine komplette Liste aller Kunstgegenstände, die der Stadt gehört, ein.
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