Stolberg - Friedhof-Diebstähle: Gräber sind ein beliebtes Beutefeld

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Friedhof-Diebstähle: Gräber sind ein beliebtes Beutefeld

Von: kol
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Bronzefiguren, Messinglampen, Kupferlaternen: Geklaut wird, was nicht niet- und nagelfest ist. Immer wieder werden in Stolberg Grabdiebstähle gemeldet bei Friedhofsverwaltung und Polizei, die Dunkelziffer dürfte die Zahl der gemeldeten Fälle noch deutlich übersteigen.

„Das kommt immer wieder vor”, sagt auf Nachfrage Georg Paulus, der „querbeet” über alle Stolberger Friedhöfe hinweg Diebstähle feststellt. „In der Regel geht es in Richtung Metall bzw. Metallverwertung”, so der Leiter der städtischen Friedhofsverwaltung.

Dabei sei der Schrottwert von Metallen wie Kupfer, Messing oder Bronze heute deutlich geringer als beispielsweise noch vor zwei Jahren. Ein wirklich lohnenswertes Geschäft ist der Grabraub also nicht.

Zehn angezeigte Diebstähle und eine Sachbeschädigung - das ist die Bilanz der Polizei für Stolberg allein in den vergangenen gut fünf Wochen. „Das ist schon überdurchschnittlich”, sagt Polizeisprecher Michael Houba auf Anfrage. Vor allem Christus- oder Madonnenfiguren seien abhanden gekommen.

Wirklich nützliche Tipps, wie man die Gräber von Angehörigen schützen kann, habe er nicht, räumt Georg Paulus ein. „Es gibt keine echte Sicherung. Diese Gegenstände sind auf den Gräbern in der Regel nicht so verankert, dass man sie nicht mitnehmen könnte”, sagt Paulus und ergänzt: „Je weniger Metall auf dem Grab ist, desto sicherer ist es.”

Der Friedhofsverwaltung seien ohnehin die Hände gebunden. „Wenn Sie etwas Verdächtiges sehen, melden Sie sich am besten bei der Polizei”, erklärt Paulus. Und Anzeige sollte man nach einem Diebstahl immer erstatten, das sei auch dann sinnvoll, wenn die Hoffnung auf Aufklärung nicht allzu hoch ist: „Es ist gut, wenn die Fälle aktenkundig werden. Je mehr es sind, desto eher wird die Polizei aktiv.”

Auch Michael Houba empfiehlt in jedem Fall den direkten Gang zur Polizei. „Dann hat die Polizei ein konkretes Lagebild, das ist wichtig für die Beurteilung von Maßnahmen und Folgemaßnahmen.”

Bisher gebe es bei den angezeigten Fällen noch keine Täterhinweise, aber: „Je mehr Informationen wir bekommen, desto eher besteht die Möglichkeit, Hinweise zu erlangen, die zu Täterermittlungen führen können”, so Houba.
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