Fremdenhass: Nicht einfach nur wegsehen

Von: Heike Eisenmenger
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Michael Bossler, Leiter des Jugendtreffs „Westside”, begrüßte die ersten Besucher des neuen Jump-Cafs. Das Jump-Caf ist ein Treffpunkt für junge Menschen, die mit friedlichen Aktionen Fremdenhass bekämpfen wollen. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Hinsehen statt wegsehen, Farbe bekennen: Darum geht es bei dem Jugend-Migrations-Projekt „Jump” gegen Fremdenhass. Jump ist eine Plattform im Dreiländereck für junge Menschen aller Nationalitäten.

Die grenzüberschreitende Plattform gegen rechte Gewalt gliedert in sich unterschiedliche Angebote und Aktionen. Das Ziel aber ist stets das selbe: Die Jugendlichen lernen politische Verantwortung zu übernehmen, begehren auf gegen rechtsradikale Politik, die Fremdenhass als „Heimatverbundenheit” tarnt.

Nun ist der Startschuss zu einem weiteren Projekt gefallen: Im Jugendtreff „Westside” am Kaplan-Dunkel-Platz eröffnete das „Jump-Café”.

Treffpunkt für Teenager

Das Café soll Treffpunkt für Teenager im Alter zwischen 12 bis 18 Jahren sein, erklärt die Sozialarbeiterin Margareta Martinas. „Uns ist es wichtig, dass die Jugendlichen selbst bestimmen, was sie machen wollen. Die ersten Treffen dienen dazu, die Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen”, beschreibt es die 27-Jährige, die ihre Aufgabe darin sieht, die Jugendlichen zu begleiten und zu unterstützen, aber keinesfalls anzuleiten.

„Wir sind für alles offen, vielleicht wird es Musikgruppe geben, vielleicht aber auch entscheiden sich die Jugendlichen dafür, Plakate zu malen”, sagt die Sozialpädagogin.

Das Thema Nachhaltigkeit steht dabei im Fokus. Die Erkenntnisse des Gesamtprojekt auf den Punkt zu bringen und diese in die Öffentlichkeit zu tragen: Diese Aufgabe übernimmt ein Beirat mit prominenten Mitgliedern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Zum Beirat gehören unter anderem Polizeipräsident Klaus Oelze, Erich Behrendt, stellvertretender Chefredakteur dieser Zeitung, und Kreisdirektor Helmut Etschenberg.
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