Freiheit und Ignoranz: Absurdes Theater im Saal von Tabalingo

Von: mlo
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Absurde Situation auf der Bühne: Wer zur Elite gehören will, muss mitmachen oder sterben. So ist das im „Wolkenbeobachtungszentrum“, in dem sich die Darsteller der Theaterschule Aachen aufhalten. Foto: M.-L. Otten

Stolberg. Es beginnt relativ harmlos. Eine Person nach der anderen trifft im Park ein und beobachtet am Himmel die Wolken, in der Hoffnung, dass etwas Außergewöhnliches passieren wird. Dann schlägt einer von ihnen vor, den Himmel einzuteilen, damit die Arbeit effizienter ist.

Dieser organisiert auch die verschiedenen Plätze: Mal geht es einen Schritt nach rechts, mal bilden die Menschen einen Kreis, denn im „Wolkenbeobachtungszentrum“ geht nichts ohne Disziplin, Kooperation und Ordnung. Dissidenten werden nicht geduldet. Wer zur Elite gehören will, muss mitmachen oder sterben. Als es plötzlich anfängt zu regnen, ist der Himmel nicht mehr wichtig, sondern nur noch das System.

Rena Zieger hat das Theaterstück „Wolken“ von Ramon Pierson mit der Laien-Theatergruppe der Theaterschule Aachen inszeniert. In Stolberg präsentierte die Gruppe jetzt das absurde Theater über Himmel und Erde, Freiheit und Ignoranz im Saal von Tabalingo. Ursula Espeter, Leiterin der gemeinnützigen Organisation, die kulturelle und sportliche Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung oder Förderbedarf anbietet, war sichtlich erfreut über so viel Resonanz in ihren Räumen.

Die Schauspieler Sandra Lürken, Joschua Espeter, Birgit Jansen, Alina Rua, Hajo Mans, Vera Siebert, Renate Fischer, Anne van Asseldonk und Antonio Usero Vilchez konnten sowohl schauspielerisch als auch sprechtechnisch vollends überzeugen. Das Ensemble agierte perfekt mit- und nebeneinander. Vor diesem Hintergrund ist es schade, dass in Stolberg vorerst keine weitere Aufführung geplant ist.

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