Stolberg-Büsbach - „Frau Merkel hat mir sogar auf die Schulter geklopft”

„Frau Merkel hat mir sogar auf die Schulter geklopft”

Von: Lars Brepols
Letzte Aktualisierung:
stern_bu
Gruppenfoto mit Angela Merkel: Die Büsbacher Sternsinger und ihre Betreuerin Stephanie Jaskulski (r.) beim Empfang im Kanzleramt in Berlin.

Stolberg-Büsbach. „Die Angela ist voll nett. Viel netter als im Fernsehen”, sagt Jenny Wibbels. Noch berauscht von dem einmaligen Erlebnis, Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin treffen zu dürfen, erzählt die 12-Jährige von ihrer spannenden Begegnung.

Gemeinsam mit drei weiteren Büsbacher Sternsingern war es ihr vorbehalten, den Segensspruch „20+C+M+B+09” mit Kreide ins Treppenhaus des Kanzleramts zu schreiben.

„Das war schon eine tolle Erfahrung. Frau Merkel hat mir sogar auf die Schulter geklopft und sich mit mir unterhalten”, ist Jasmin Hugo immer noch sichtlich gerührt.

Doch die besondere Nähe zur Kanzlerin ließ auch ihr Herz höher schlagen und so zeichnete sie statt der 09 am Ende des Segensspruches eine 08.

„Ich war durch ihre Anwesenheit einfach abgelenkt”, sagt die 15-Jährige, denn nicht nur die Blicke der Kanzlerin, sondern auch die der weiteren 108 Sternsinger aus ganz Deutschland und Ostbelgien waren auf die vier Büsbacher gerichtet.

Auch Jenny versagten kurzzeitig ein wenig die Nerven, als jede der vier eine vom Kindermissionswerk vorgegebene Strophe vortragen sollte. „Wir hatten den Spruch vorher einstudiert und da hat alles wunderbar geklappt. Aber uns hat niemand vorgewarnt, dass wir den vor so vielen Menschen vortragen sollen”, berichtet Jenny, die vor lauter Nervosität bei ihrem Part ins Stocken geriet.

Trotz der kleineren Missgeschicke werden die Vier diesen Tag in bester Erinnerung behalten, ist sich Begleiterin Stephanie Jaskulski sicher.

Seit elf Jahren betreut die Mutter von Matthias, der ebenfalls zu den vier Auserwählten zählte, die Büsbacher Sternsinger. Die Gruppe hatte sich zuvor am Sternsinger-Wettbewerb der 51. Aktion Dreikönigssingen beteiligt und beim Preisrätsel die richtige Lösung gefunden.

Bei der anschließenden Wahl der diözesanen Vertreter hatten sie zudem das nötige Losglück. Dies war nicht nur eine besondere Ehre für die vier Sternsinger aus der katholischen Pfarrgemeinde St. Hubertus, sondern auch für das Bistum Aachen.

Das Missionswerk zahlte die Unterkunft in einem Jugendgästehaus in Grunewald, etwas außerhalb vom Stadtzentrum gelegen, und die Bahn sponserte das Zugticket.

„In Grunewald haben wir am Tag vor dem Besuch im Kanzleramt mit den vielen Sternsingergruppen gemeinsam gesungen und unseren großen Auftritt geprobt”, berichtet Jaskulski, die die besondere Atmosphäre hervorhebt.

Am Tag selber wurden die Sternsinger mit vier großen Polizeibussen zum Kanzleramt eskortiert. „So wie richtige Prominente”, schmunzelt Jasmin. Am Kanzleramt wurden sie dann von Leibwächtern in Empfang genommen und in das Innere des Gebäudes geführt.

„Ich hatte mir das alles viel kleiner vorgestellt, aber Frau Merkel hat sogar einen eigenen Gymnastikraum”, erzählt Rebecca Schulze von ihren Erfahrungen aus dem Inneren des Gebäudes.

Nach der 45-minütigen Veranstaltung legte die Kanzlerin noch einen symbolischen Betrag für das Kindermissionswerk in die Schatzkiste der Zehnjährigen.

„Die Truhe musste ich anschließend wieder abgeben, aber da waren auf jeden Fall einige Scheine drin”, freut sich Rebecca, für die es anschließend - gemeinsam mit den anderen Sternsingern - zum Mittagessen in die „Mensa” des Kanzleramts ging.

Einmal in Berlin, nutzten die Vier und ihre Betreuerin die Gelegenheit, sich einige Sehenswürdigkeiten von Berlin anzuschauen.

„Wir haben den Reichstag und das Holocaust-Denkmal besichtigt und natürlich das Brandenburger Tor, das die Kinder unbedingt einmal berühren wollten”, berichtet Stephanie Jaskulski.

Anschließend ging es dann vom neuen Hauptbahnhof zurück nach Aachen. Im Zug sammelten die Vier noch weitere Spenden für notleidende Kinder in Kolumbien. Insgesamt flossen so fast 70 Euro in die Spendenbüchse.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert