Forstwirtschaft rechnet sich für die Stadt Stolberg

Von: tol
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Auch wenn die Laubholzpreise auf niedrigem Niveau stagnieren: Mit 12 000 Festmetern Einschlag nahm die Stadt Stolberg nach Abzug der Vorleistungen gut 712 000 Euro Foto: imago

Stolberg. Fast zwei Millionen Euro eingenommen und gut eine Million ausgegeben: Die Forstwirtschaftsbilanz der Stadt Stolberg weist für das Jahr 2011 einen Überschuss von 881.758 Euro und 55 Cent aus.

Über 8100 Festmeter Fichten wurden geschlagen, über 1800 Festmeter Kiefern, über 1200 Eichen und über 600 Buchen.

Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter fester Holzmasse - wird im Gegensatz zum Raummeter aber ohne die Zwischenräume in der Schichtung berechnet. So betrug der Einschlag insgesamt knapp 12.000 Festmeter.

Während die Preise für Laubholz auf niedrigem Niveau stagnierten, zogen die für Nadelholz kräftig an. Nach Abzug der Vorleistungen - rund 43.500 Euro - ergab sich ein Erlös von gut 712.000 Euro. Hinzu kamen noch einmal knapp 20.000 Euro Einnahmen aus Brennholz- und Pflanzenverkäufen.

Eine stattliche Einnahme von 52.000 Euro spülte auch die Jagdpacht für die sechs städtischen Bezirke in die Kasse.

150.000 Euro Einnahmen brachten die Pflegearbeiten. Von der Städteregion gab es rund 15.400 Euro zur Instandsetzung von Reitwegen und die Pflege von Naturschutzgebieten.

Die Ausgaben für Sach- und Unternehmerkosten schlugen mit rund 132.500 Euro zu Buche, der Naturschutz kostete gut 44.000 Euro.

Löhne und Gehälter summierten sich auf fast 291.000 Euro, wovon Drittleistungen circa 120.000 Euro ausmachten. Da Eigenkapital in der Kostenrechnung erfasst werden darf - das Geld hätte schließlich auf dem Kapitalmarkt Gewinne bringen können - setzt die Stadtkämmerei fünf Prozent des Waldwerts bei den Ausgaben als „kalkulatorische Zinsen” ein: Bei einem Kapital von 11,5 Millionen Euro macht das 575.000 Euro aus.

Der Verwaltungsbericht fürs abgelaufene Forstwirtschaftsjahr listet aber nicht nur Zahlen, sondern auch Waldschäden auf: Dazu gehören starke Schälschäden durch Rotwild im gesamten Revier. Dabei wird ein erhöhter Rotwildbestand im Stadtwald konstatiert. Mit schuld an den starken Schälschäden sind dem Bericht zufolge „undisziplinierte Hundehalter”.
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