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Forschungsverbund will Tierversuche auf Minimum reduzieren

Von: kol
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Stolberg. Tierversuche auf ein Minimum reduzieren, das ist das Ziel eines Forschungsverbunds aus der Region, an dem auch die Stolberger Firma Innolabtec beteiligt ist.

Gemeinsam mit der RWTH Aachen und ACTO, dem Aachener Centrum für Technologietransfer in der Ophtalmologie (Augenheilkunde), hat die Firma mit Sitz in Mausbach neue Methoden entwickelt, Gefährdungen der Augen durch Chemikalien und Pharmaka in Vitro zu simulieren. Dadurch kann der Einsatz lebender Kaninchen im Tierversuch auf ein absolutes Mindestmaß reduziert werden.

Das Verbundprojekt der drei Partner trägt den etwas sperrigen Titel „Bewertung von Irritation und Toxizität durch Chemikalien an der Hornhaut des Auges mit dem Ex Vivo Eye Irritation Test - Rating Eye exposure by an Advanced selfhealing Culture Test”, kurz: „React”.

Nun ist die Arbeit auch von der Bundesregierung gewürdigt worden. Mit 500.000 Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt. Und auch die Gesundheitsministerin freut sich: „Mit der Förderung durch die Bundesregierung wollen wir in der medizinischen Forschung den Einsatz von Tierversuchen soweit wie möglich ersetzen. Ich freue mich, dass auch in Aachen und Stolberg in diese Richtung geforscht wird”, sagte Ulla Schmidt (SPD).

Die Aufgaben haben sich die drei Partneraufgeteilt. Das ACTO bietet die augenärztliche Kompetenz und koordiniert das Verbundprojekt. Die RWTH Aachen entwickelt ein Messsystem, das die objektive Dokumentation und Quantifizierung des Verfahrens ermöglicht. Mit der „Automation” des Verfahrens befasst sich schließlich die Stolberger Innolabtec GmbH.

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Aachen, Helmut Brandt, lobte das Projekt: „Natürlich werden wir auch in Zukunft nicht völlig ohne Tierversuche auskommen können, doch es ist immer eine gute Nachricht, wenn darauf weitestgehend verzichtet werden kann”, so das Mitglied des Bildungsausschusses im Bundestag.

Beide Politiker betonten auch ihre Freude darüber, dass dadurch die Region als exzellenter Wissenschafts- und Forschungsstandort anerkannt werde.
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