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Flughafen bleibt in Mausbach

Von: Jürgen Lange
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„Airport Stolberg”: Das Segelfluggelände Diepenlinchen soll weitere zwei Jahrzehnte dem Luftsportverein zur Nutzung verpachtet werden. Foto: Lange

Stolberg. Auch wenn es sie sonst wie Ikarus in die Lüfte zieht, fanden sich die Piloten im vergangenen Jahr oft auf dem Boden wieder. Aber anders als Sisyphos gelang es dem Luftsportverein Stolberg seine umfangreichen Arbeiten am Ausbau einer zweiten Startbahn zu vollenden.

„Die Bezirksregierung Düsseldorf hat die Endabnahme des Segelflugplatzes Diepenlinchen vorgenommen”, freut sich Thomas Rehermann. Denn der Vorsitzende des Luftsportvereins hält jetzt eine offizielle luftrechtliche Zulassung des „Stolberger Airports” in den Händen.

Zweite Startbahn ausgebaut

Seit mehr als 15 Jahren nutzten die Segelflieger das rund 16 Hektar große Gelände auf der Basis von Zwischengenehmigungen durch die zuständige Düsseldorfer Bezirksregierung. Mit dem Ausbau der Startbahn und der Abnahme hat das Provisorium nun ein Ende.

Ein Anlass für die Piloten von Diepenlinchen, eine vorzeitige Verlängerung des Pachtvertrages bei der Stadt zu beantragen: „Um dem schwerpunktmäßig in der Jugendarbeit tätigen Verein für die Zukunft eine gesicherte Grundlage und Perspektive zu geben”, sagt Rehermann. Von 1975 datiert der Vertrag zwischen Stadt und Verein, der 1988 verlängert worden ist - bis zum 31.Dezember 2013.

Bei der Verwaltung stößt der Vorstoß des Vereins zur vorzeitigen Vertragsverlängerung auf offene Ohren. Der Kämmerer schlägt dem am Dienstag tagenden Stadtrat vor, die Partnerschaft um weitere 20 Jahre - bis Ende 2033 - zu verlängern. „In Anbetracht des Engagements des Vereins und zur Erhaltung eines wichtigen Bestandteils der Sport- und Erholungslandschaft in Stolberg”, argumentiert Dr. Wolfgang Zimdars. Dabei lobt er ausdrücklich den Einsatz der Piloten am Boden: „Der Verein trägt seit jeher die Kosten, die sich aus der Bewirtschaftung des weitläufigen und öffentlich zugänglichen Geländes der Werther Heide ergeben”, nennt Dr. Zimdars beispielsweise die Entsorgung des wilden Mülls. Mittelfristig räumt er sogar eine wachsende Bedeutung für den Tourismus ein. „Unter Einhaltung bestimmter Vorschriften sind schon heute Gastflüge möglich.”

Allerdings soll weiterhin der Schwerpunkt des Fluggeschehens in der Jugendarbeit liegen, denkt Rehermann nicht an eine große Ausweitung des Flugbetriebs. Rund 100 Mitglieder zählt der Club in einer Modellbau- und einer Segelfluggruppe mit etwa 70 Mitgliedern; zwei Drittel davon sind Jugendliche und Flugschüler. Dank der zweiten Startbahn nach Nordosten gelang es, den Start- und Landebetrieb bei jährlich rund 1500 Flügen in Diepenlinchen zu entzerren. Mit Blick auf das Engagement des Vereins für die Jugend sowie die Landschaft und Einschränkungen durch die ehemalige Erzgrube will der Kämmerer auch zukünftig auf einen Pachtzins verzichten.
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