Fit für die Herausforderung des Autobahn-Anschlusses

Von: ds
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Mehr Sicherheit für Radfahrer: Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten losgehen. Dann wird die Sebastianusstraße umgebaut. Foto: D. Kinkel

Stolberg. Sie müssen zwar bis Baubeginn noch ordentlich in die Pedale treten, aber bald schon werden Radfahrer verschnaufen können. Nämlich dann, wenn die Sebastianusstraße sicherer ist für sie. Schon seit Jahren ist eine Verkehrssicherung für die L236 vorgesehen, 2008 hatte der Landesbetrieb Straßenbau die Straße, die durch den Ort geht, mit punktuellen, mobilen Maßnahmen ein Stück weit sicherer gemacht.

2011 sollte es eigentlich weiter gehen. Basis der Planung ist ein Konzept, das bereits 2001 vom Rat beschlossen worden war. Aus Gründen der Finanzierung durch das Land müssen die Maßnahmen, die den Verkehr insgesamt langsamer und verträglicher durch die Atsch leiten sollen, den Charakter aufweisen, dass sie vor allem der Sicherheit des Radverkehrs dienen.

Auf seiner Sitzung am Dienstag beschloss der Rat letztendlich, dass zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von 320.000 Euro für den Umbau der Sebastianusstraße bereitgestellt werden. Die Refinanzierung erfolgt teilweise über einen Landeszuschuss in Höhe von 60 Prozent.

Die Anlegung eines kombinierten Geh- und Radweges, die in Zusammenhang mit der Straßenerneuerung durch Straßen NRW vorgesehen ist, war im Haushaltsentwurf 2012 enthalten. Durch Verzögerungen im Projektablauf wurde die Mittel im vergangenen Jahr jedoch nicht abgerufen und müssen nun neu veranschlagt werden. Durch die Bindung an den Straßenbau ist die Mittelbereitstellung an die Zeitschiene von Straßen NRW anzupassen. „Wir wollen das natürlich in diesem Jahr vorantreiben“, sagte Jörg Veltrup. Dann wird, so der Mitarbeiter des Tiefbauamtes, die Sebastianusstraße fit gemacht für die Herausforderungen – auch im Hinblick auf einen Autobahnanschluss in Eilendorf und das damit verbundene höher werdende Verkehrsaufkommen. Ein kombinierter Rad- und Gehweg wird dann am Ortseingang, Höhe Im Hirschfeld, eingerichtet, das Entwässerungssystem in einem Zug verbessert. Denn gerade bei den Grundstücken im Fuchsweg laufe den Eigentümern bei starkem Regen das Wasser von der Straße in die Gärten.

Der erste Abschnitt erstreckt sich also zwischen Hirschfeld und Friedhofstraße. Die Bushaltestelle, Höhe Im Rehgrund, wird erneuert. Vier Fußgängerampeln sind laut Veltrup noch im Gespräch, angeregt durch den Behindertenbeirat. Ob tatsächlich so viele eingerichtet werden können, steht jetzt noch nicht fest. Sinnvoll wäre eine Ampel in Höhe der Friedhofstraße, ebenso an der Einmündung Mozartstraße, in der sich der Kindergarten befindet. Geplant ist auf jeden Fall eine Mittelinsel an der Straße Am Roten Kreuz, ebenso in Nähe der Nordstraße.

Der neue Rad-/Gehweg verläuft weiter zwischen Friedhof- und Weststraße, wo ein Parkstreifen angelegt werden soll, verschwenkt dann hinter dem Spielplatz und kommt dann wieder auf die Sebastianusstraße. Zwischen Hermann-Löns- und Mozartstraße endet der 2,50 Meter breite Weg für Radfahrer und Fußgänger und wird als Fahrradschutzstreifen (wie in der Eisenbahnstraße) weitergeführt bis zum Autohändler, also kurz vor Atsch-Dreieck. Fachbereichsleiter Bernd Kistermann: „Der Plan ist durch, sobald der Landeshaushalt genehmigt ist, kann Straßen NRW loslegen!“

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