Stolberg - „Feuer und Flamme” auf Zeitreise

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„Feuer und Flamme” auf Zeitreise

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Proben auf dem Donnerberg für die mystische Reise durch Stolberger Erinnerungen: Final Virus (v.l.) mit Max Sonntag (Schlagzeug), Julita Elmas (Gesang), Peter Sonntag (Bass), Reno Schnell (Gitarre), Markus Plum (Keyboard/Posaune) und die über 40 Stimmen des Jungen Chors im Rücken. Foto: J. Lange

Stolberg. Dass die Chemie stimmt, merkt man auf den ersten Blick. Es wird gescherzt, es wird gelacht, und es wird konzentriert gearbeitet. Das müssen die Band und der 40-köpfige Chor auch, denn bis zum 3.Juli sind nicht mehr viele Donnerstage, an denen für die große Premiere auf der Stolberger Burg geübt werden kann.

Sechs Proben haben Final Virus und der Junge Chor erst absolviert, aber Peter Sonntag ist bereits völlig begeistert von der guten Zusammenarbeit. „Das macht allen richtig Spaß”, sagt Peter Sonntag.

„Acht Stücke stehen schon”, freut sich der Bass-Papst, dass musikalische Harmonie zwischen Berufsmusikern und Freizeitsänger so reibungslos vonstatten geht. „Das Projekt macht Allen viel Spaß”, sagt der Bandleader und Komponist. „Das ist halt Stolberg”, lobt Sonntag. „Hier passt einfach viel zusammen, was anderswo ungleich schwieriger ist”.

Das, was da so musikalisch wunderbar zusammenpasst, ist ganz einfach die Geschichte Stolbergs, die der renommierte Bass-Profi für das städteregionale Kulturfestival im Begleitprogramm zum Aachener CHIO, vertont und auf die Bühne bringt. Die Welturaufführung erfolgt dann im Rahmen des „Burgen-Parcours” am Samstag, 3.Juli, natürlich auf der Stolberger Burg. „Ich habe mich inzwischen auch ganz klar für den unteren Burghof als Location entschieden”, schwärmt Sonntag, der als Junge in der Altstadt aufgewachsen ist, von „der einmalig besten Kulisse für die Performance”, mit der auch für Sonntag ein alter Wunsch an Realität gewinnt: das Stolberger Wahrzeichen als ein Ort eines hochwertigen multimedialen Kulturereignisses.

Davon hat er schon immer geträumt, auch wenn ihn sein musikalischer Weg mit der überwiegend aus Stolbergern bestehenden Band Final Virus in die weite Welt - etwa zu Filmaufnahmen nach Mexiko, oder in zehntausende Besucher fassende Konzertarenen in China und dem polnischen Woodstock-Festival - führte. Und spätestens seit dem „Stolberger musizieren für Stolberger”-Konzert des letztjährigen Musiksommers hat Sonntag wieder intensiv an seine frühen musikalischen Wurzeln in der Kupferstadt angeknüpft. Bei dem Konzert hörte er auch erstmals den Jungen Chor - und war sofort „Feuer und Flamme”, mit ihm einmal ein gemeinsames Projekt zu machen. Dass das so schnell Realität wurde, ist Dr. Nina Mika Helfmeier zu verdanken, die als verantwortliche Organisatorin Peter Sonntag für das städteregionale Kulturfestival verpflichtete. Mittlerweile hat die Stolberger Kooperation schon Wurzeln geschlagen. Mit der Band „Tonart” des Chor-Dirigenten Jo Schulte ging Sonntag ins Aufnahmestudio, und in der Arbeit mit dem Jungen Chor sieht Sonntag „so viel Potential, dass wir auch nach der Premiere noch Projekte angehen werden”, verrät er schon einmal im Vorgriff auf den Burgen-Parcours.

Der beginnt ganz im Sinne der letztjährigen „Erinnerungswerkstatt” mit Märchen und Sagen, die rund um das alte Gemäuer nicht nur kleine Besucher in verwünschene Welten entführen. Gruselgeschichten werden in der Dämmerung geboten. Bei Walking-Acts erschaffen Tänzer der international renommierten Irene K. Compagnie bewegte Bilder und Trommeln rufen durch die Nacht bevor Peter Sonntag & Final Virus mit dem Jungen Chor auf musikalisch-mystische Reise ins Land der Erinnerungen gehen. Von den keltischen Wurzeln über Römerzeit und Mittelalter bis in die Moderne führen die Kompositionen, bei denen auch das Elmas Percussion Ensemble aus Neuguinea für ein Bühnenspektakel der besonderen Art sorgen wird, während die Burg wieder von der Rost Group illuminiert wird, die auch bei der Ruhr 2010 engagiert ist.

Für Peter Sonntag und Final Virus bringt das städteregionale Kultutfestival auch weitere Herausforderungen. Für den Burgen-Parcours in Alsdorf hat der Stolberger mit einer Truppe junger Sänger das Steiger-Lied als Rap neu bearbeitet, und beim Musikfestival am 17.Juli auf dem Flughafen Merzbrück stehen Final Virus im Programm mit Bela B. auf der großen Bühne.
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