Aachen - Festival der Oecher Lieder: Närrische Hits begeistern den Saal

Festival der Oecher Lieder: Närrische Hits begeistern den Saal

Von: alp/re
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Beim Festival der Oecher Lieder ging es nicht nur um viel Frohsinn und ein buntes Bühnenbild, sondern auch um den guten Zweck. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Was für ein Spektakel! Über 1300 Leserinnen und Leser unserer Zeitung haben am Donnerstagabend ausgelassen das „21. Festival der Oecher Lieder“ im Aachener Eurogress gefeiert. Da wurde geschunkelt, gesungen, getanzt und viel gelacht. Moderator Manfred Kutsch präsentierte die ganze Bandbreite närrischen Frohsinns im Rampenlicht – wobei der Fokus wie in den Vorjahren auf jecker Musik lag. Und auf dem guten Zweck.

 Denn da alle Künstlerinnen und Künstler – insgesamt 280 waren an diesem Abend auf der Bühne – auf ihre Gage verzichteten, floss der komplette Erlös der im Aachener Karneval einzigartigen Veranstaltung in die AZ-Hilfsaktion „Menschen helfen Menschen“.

Chefredakteur Bernd Mathieu bedankte sich bei den Aktiven, beim treuen Publikum und bei den Sponsoren – die Sparkasse ist von Beginn an dabei – für die große Unterstützung im Dienst der guten Sache.

Direkt nach dem „Warm up“ mit der Kapelle Michael Holz setzte Kurt Christ ein erstes Ausrufezeichen: „Konfetti überall“ schallte es aus den Boxen. Und die närrische Gemeinde sang lauthals mit. Die Herzen flogen natürlich auch Kinderprinz Luc I. und seinem „großen“ Bruder Prinz Thomas III. samt Hofstaat und Prinzengarden zu. Alle lieferten ihr komplettes Programm ab; faszinierten durch viel Witz, tolle Songs und mitreißende Tänze.

Tradition wird groß geschrieben: Das gilt umso mehr für das Mundart-Liedgut, mit dem Hans Montag, „De Pöngche“, „De Spetzbouve“ und auch „De Originale“ mit Frontmann Michael Cosler, Mitarbeiter des Zeitungsverlags Aachen und hinter den Kulissen auch für die Organisation des Festivals zuständig, viel Beifall einheimsten.

Ein echter Ausreißer im positiven Sinne war „der lange Meikel“. Der Kabarettist steuerte sehr zur Freude der Närrinnen und Narren den einzigen Wortbeitrag des Abends bei. Er erklärte zum Beispiel, warum der Öcher Karnevalist als solcher aller Wahrscheinlichkeit nach von den Ureinwohnern Afrikas abstammt: nicht nur wegen des typischen „Humba Humba Tätäräs“, das auf Karnevalsbühnen so klinge wie das Trommeln in der Steppe. Eine ausgesprochen spaßige Premiere für den sympathischen Comedian aus dem Frankenberger Viertel.

Als ausgesprochener Augenschmaus entpuppte sich die Dance Company der Lustigen Blaumänner. 2012 war die Tanzgruppe von Jennifer Deerberg, die langjährige Tanzmarie der Prinzengarde der Stadt Aachen, ins Leben gerufen worden.

Prächtig daher kam natürlich auch die Stadtgarde Oecher Penn. Kommandant Jürgen Brammertz brachte an die 100 Soldaten mit. Und natürlich die Penn-Show, eine musikalische Reise über den halben Globus.

Moderator Manfred Kutsch streifte dabei selbstverständlich auch die jüngsten „Affären“: das Spielzeuggewehr, das einem Gardisten vor einigen Tagen von der Polizei auf offener Straße weggenommen worden war; und die Schokoriegel, die beim Rosenmontagszug mit dem Aufdruck „Bullen gereizt?“ als Kamelle geschmissen werden sollten. Die jetzt aber alle einzeln überklebt werden.

Das Finale des 21. Festivals der Oecher Lieder bestritten die Vier Amigos. Schon mit den ersten Takten rissen Uwe und René Brandt, Stefan Beuel sowie Dietmar Ritterbecks den Saal zu Begeisterungsstürmen hin. Sie sind schon seit vielen Jahren von keiner Karnevalsbühne wegzudenken. Tosender Applaus ist auch diesem Quartett an einem fröhlichen Abend für die gute Sache sicher. Die Freunde jecker Tüen in Wort und Gesang dürfen sich schon auf die 22. Auflage des Festivals im kommenden Jahr freuen. Vor garantiert wieder voller Kulisse im Aachener Eurogress. Auf Wiedersehen 2018!

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