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Ferdi Bruckes ist in Hücheln nie angekommen

Von: Juliane Kern und Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Springt nun ein, wo Not am Mann ist: Pastor Ferdi Bruckes ist nach seinem Abschied aus Stolberg nie in Weisweiler angekommen.

Stolberg. Im November nahmen die Katholiken von der Liester und vom Donnerberg schweren Herzens Abschied von ihrem Pastor und wünschten ihm viel Glück für die Zukunft in Hücheln und Weisweiler. Doch dort ist Pfarrer Ferdi Bruckes nie angekommen. Der 51-Jährige wird die Stelle an St. Severin und St. Johannes Baptist nicht antreten.

Wie das Bistum jetzt auf Nachfrage bestätigte, hat der Geistliche, der bis November vergangenen Jahres an St. Hermann-Josef auf der Liester und St. Josef auf dem Donnerberg gewirkt hatte, seine Bereitschaft, die fusionierte Gemeinde von St. Severin Weisweiler und St. Johannes Baptist Hücheln, zu übernehmen, zurückgezogen.

Noch im Herbst hatte Bruckes über seinen Einsatz in Weisweiler und Hücheln von einer „Lösung, mit der ich leben kann” gesprochen. Die beiden Pfarren seien überschaubar und böten deshalb die Chance, langsam neu anfangen zu können. Doch: „Pfarrer Bruckes hat diesen Schritt von sich aus gewählt”, sagte Bistumssprecher Franz Kretschmann.

Über die Gründe seiner Absage wollte das Bistum keine Auskunft geben. „Jetzt wird nach einer neuen Stelle für Pfarrer Bruckes gesucht”, so Kretschmann. Zurzeit werde der Geistliche dort eingesetzt, wo der Bedarf gerade besonders groß sei. Weiterhin enorm ist auch der Bedarf in der Stolberger Großgemeinde St. Lucia an einem zweiten Priester, der Pastor Hans-Rolf Funken zur Seite steht bei der Seelsorge in der fusionierten Pfarre, die aus sieben einst selbstständigen Gemeinden zusammenwachsen muss.

„Mit Hochdruck”

Noch an Aschermittwoch hatte das Bistum auf Anfrage erklärt, dass an einer Lösung des Personalproblems „mit Hochdruck gearbeitet” werde. Offensichtlich mit Erfolg, wie Kretschmann am Donnerstag signalisierte: „In Kürze ist mit einer Besetzung der zweiten Pfarrstelle in St. Lucia zu rechnen.”

„Wenn Pfarrer Bruckes gekommen wäre, hätten sich Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand der beiden Pfarren sehr gefreut”, sagte in Weisweiler zur Absage Bruckes Franz-Josef Wynen. Der war im Herbst als Pfarrer der Gemeinden St. Silvester Neu-Lohn und St. Cäcilia Hehlrath in den Ruhestand getreten und hat nun die Verwaltung der Gemeinden Weisweiler und Hücheln übernommen. Die Gottesdienste werden von Wienand und zwei weiteren Priestern zelebriert. Engpässe gebe es bei Beerdigungen und Exequien. „Das Bistum bemüht sich für Weisweiler und Hücheln eine Lösung bis zum Herbst zu finden”, sagte Kretschmann.
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