FDP lehnt das Sportzentrum als „Luxusprojekt” ab

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Als „Luxusobjekt” kennzeichnet die FDP-Fraktion in einem offenen Brief an den Spielverein Breinig die geplante Entwicklung des Sportzentrums, nachdem dieser den Ratsbeschluss zu einer eingeschränkten Finanzierung „abgelehnt” und eine Berücksichtigung der vom Verein erbrachten Planungskosten in einem Schreiben an den Bürgermeister und einige Fraktionen eingefordert hatte.

„Verwundert hat mich nicht, dass lediglich die Zustimmungsparteien dieses Schreiben erhalten haben, sondern der Inhalt”, erklärte Bernd Engelhardt am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung. Der Fraktionsvorsitzende zeigte sich „hoffnungsvoll, dass jetzt auch der letzte im Rat begreift, was hier ablaufen soll”. Es sei „schon eine gehörige Portion Unverschämtheit nötig”, wenn der SV erst dann die Kostenkalkulation vorlegen wolle, nachdem der erzielte Preis für die städtischen Grundstücke bekannt sei. „Sagt uns, was ihr habt, wir werden es schon verplanen”, nennt Engelhardt dieses Vorgehen „eine verkehrte Welt”.

„Abenteuerlich sei gar die Breiniger Forderung, über 0,5 Millionen Euro Planungskosten für das Projekt in Rechnung stellen zu wollen, schließlich habe der Verein ohne Auftrag der Stadt gehandelt und wolle dies nun aber bezahlt bekommen.

„Kein Nullsummenspiel”

Zwar sei es im Stadtrat unstrittig, dass die derzeitige Situation des Breiniger Sportplatzes so nicht haltbar sei, der SV eine sehr gute Jugendarbeit leiste und Veränderungen erforderlich seien. Aber strittig sei durchaus die Höhe der städtischen Zuwendungen. Und die seien angesichts des beabsichtigten Verkaufs städtischer Grundstücke „erheblich und nicht wie behauptet ein Nullsummenspiel.”

Auch die im vergangenen Jahr vorgelegte Grobkalkulation des SV in Höhe von 2,8 Millionen Euro plus 0,5 Millionen Euro Planungskosten würden sich schwerlich als Nullsummenspiel bezeichnen lassen. Betrachter man dann die Planung mit Hausmeisterwohnung, Bewegungshalle, Versammlungs- und Gastraum, „kann man nur von einem Luxusobjekt sprechen”, so Engelhardt. „Mir ist klar, dass es nicht das Problem des SV ist, anderen Vereinen das alles zu erklären und ihnen dann zu sagen: Für euch haben wir kein Geld!”

Appell an andere Fraktionen

Dies sei auch nicht das Problem der FDP-Fraktion, denn die „befürwortet eine solche Ungleichbehandlung nicht und wird auch weiterhin die Planung in dieser Form nicht unterstützen”, betont Engelhardt. „Und ich hoffe, dass es die anderen Fraktionen auch nicht machen”. Die Ablehnung des Ratsbeschlusses durch den SV mache ihn nicht ungültig.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert