Stolberg - FC Stolberg stellt Finanzierungspläne für den Umbau des Stadion Glashütter Weiher vor

FC Stolberg stellt Finanzierungspläne für den Umbau des Stadion Glashütter Weiher vor

Von: Lukas Franzen
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Stimmung hätte besser sein können. Das räumte auch Vorstandsmitglied Frank Dondorf kurz vor Beginn der Mitgliederversammlung des FC Stolberg ein.

Nach dem unerwarteten Rückzieher des Kölner Kaufinteressenten Deutsche Reihenhaus AG, der sich mit dem Kaufpreis für das Grundstück auf der Rotsch nicht mehr einverstanden gezeigt hatte, muss über die Zukunft der ehemaligen Spielstätte des SV Stolberg nachverhandelt werden. Die Entscheidung über den Verkauf wurde vom Stadtrat auf Februar vertagt.

Trotz Verzögerung und anhaltender Ungewissheit über die endgültige Finanzierungssicherheit der Sportplatzprojekte zeigten sich die Offiziellen des FC Stolberg bei ihrer Projektvorstellung weiter optimistisch, dass ihr angepeilter Zeitrahmen eingehalten werden kann. Mehr noch: Der FC-Vorsitzende Hans-Josef Siebertz ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass die vereinbarte Kostenübernahme für den Umbau des Stadion Glashütter Weiher durch die Stadt in Höhe von 500.000 Euro auch im Falle einer Kaufpreisminderung der Rotsch nicht tangiert werde.

„Selbst bei einer anderen Preisgestaltung stehen wir an erster Stelle“, versicherte Siebertz auf Nachfrage eines Vereinsmitglieds. Sollte am Ende ein Minderbetrag für die Bauvorhaben des anderen Fusionsclubs, SG Stolberg, herauskommen, müsse die Stadt sehen, wie dieser kompensiert werden könne, so der Clubchef. „Immerhin haben wir zwei Fusionen vollzogen.“

Mehr Klarheit über Finanzierung und Zeitplan wird es vielleicht schon am morgigen Dienstag geben. Dann ist das nächste Gespräch im Rathaus mit Vertretern der Stadt anberaumt. Neben diesem Termin verwies Projektleiter Josef Steibel bei seiner Präsentation auf weitere „Meilensteine“ auf dem Weg zu einer modernen Spielstätte am Glashütter Weiher, konkret auf einen 104 Mal 64 Meter großen Kunstrasenplatz samt Tribüne und ein Kleinspielfeld. Aktuell sei man dabei, die Angebote von fünf Firmen auszuwerten, berichtete der pensionierte Berufssoldat den Vereinsmitgliedern. Zwei Angebote machten „einen sehr guten Eindruck“. Und: „Wir könnten Ende März den Auftrag erteilen und zu Beginn des zweiten Quartals die Bauunterlagen bei der Stadt einreichen.“

Mit einer Bewilligung der Bauanträge durch die Stadt rechnet der Projektleiter dann bis Ende Juli. „Nach zehn bis zwölf monatiger Bauzeit könnten wir die Einweihung feiern“, so Steibel. „Und im Sommer 2015 wollen wir ein großes Eröffnungsspiel am Glashütter Weiher austragen – vielleicht sogar gegen die zweite Mannschaft eines Bundesligaclubs.“ Natürlich könne die Kaufverzögerung das Vorhaben ein bis zwei Monate nach hinten werfen. Aber das könne man zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

Unabhängig von den Finanzmitteln der Stadt war auch die Eigenleistung des FC in Höhe von 150 000 Euro Gesprächsthema. So skizzierte Hans-Josef Siebertz drei Finanzierungsphasen zur Beschaffung der Eigenmittel. Noch am Abend der Mitgliederversammlung läutete der geschäftsführende Vorstand denn auch die erste und vielleicht wichtigste Phase ein. Die Verantwortlichen ließen einen druckfrischen Flyer samt Überweisungsträger im Saal verteilen, auf dem die Mitglieder zu Spenden für das Kunstrasenprojekt ermuntert werden. So beinhaltet die Mobilisierungsaktion des FC neben der Möglichkeit der Einzelspende auch die Option zu Dauerspenden für das Projekt. Sie sollen nach den Vorstellungen der Projektgruppe den Hauptanteil des zu stemmenden Betrags ausmachen.

Dennoch will der FC im Rahmen der zweiten Finanzierungsphase auch „Freunde, Gönner und Förderer“ ansprechen. „Wir führen Gespräche mit potenziellen Sponsoren“, berichtete Siebertz. „Danach ziehen wir einen Strich unter die erzielte Summe.“ Sollte der Fußballclub die 150.000 Euro an Eigenleistung dann noch nicht erreicht haben, werde die Differenz mit Hilfe eines Darlehens bei der NRW-Bank aufgefangen.

Für diesen Fall kündigte Siebertz eine monatliche Umlage für alle Mitglieder an, um die Kreditsumme wieder abzutragen. „Wir können uns nicht darauf verlassen, dass nur Leute von außen den Geldbeutel aufmachen“, so der eindringliche Appell des FC-Chefs zur Spendenbereitschaft in den eigenen Reihen.

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