Stolberg - Faszinierender Ausflug in die Welt von Büchern und Schrift

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Faszinierender Ausflug in die Welt von Büchern und Schrift

Von: kol
Letzte Aktualisierung:
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Stellen Einbände für ihre Bücher selbst her: Die Jugendlichen der Klasse 9.1 der Gutenbergschule. Ihre Projektwerke werden bald in der Stadtbücherei zu sehen sein.

Stolberg. Wozu braucht man Schrift und wie ist sie eigentlich entstanden? Die Schüler der Klasse 9.1 der Stolberger Gutenbergschule sind jetzt dazu prädestiniert, solche Fragen als Experten zu beantworten.

Und zwar nicht nur, weil der Namenspatron ihrer Schule Johannes Gutenberg als Erfinder des Buchdrucks gilt, sondern weil sie in einem gemeinsamen Projekt mit der Stadtbücherei alles über die Schrift und das Buch gelernt haben, von der Entwicklung der ersten Schriftzeichen über die Herstellung von Papier bis hin zum Druck.

Die Idee zu dem Projekt kam von Ria Geis, einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin der Stadtbücherei, die das Projekt auch während der gesamten Zeit begleitet.

„Ich erlebe das für die Schüler als große Bereicherung, auch einmal einen anderen Lernort zu haben, als die Schule”, sagt Klassenlehrerin Anita Rick-Bergholz. Denn die Schülerinnen und Schüler verbringen den Großteil der Projektstunden in der Stadtbücherei selbst, für manche eine ganz neue Erfahrung: „Viele sind zum ersten Mal in einer Bücherei”, sagt Rick-Bergholz, die eine sehr positive Entwicklung feststellt: „Den Schüler macht das unglaublichen Spaß, manche haben sich auch schon Bücher ausgeliehen.”

Diesmal hören sie zunächst einen Vortrag vom Büchereimitarbeiter Thomas Meirich, der den 15 Jugendlichen erklärt, dass es die erste Bibliothek schon vor 3600 Jahren gegeben hat. „Das war im heutigen Iran 1600 vor Christus, als die Menschen hier noch in Höhlen erlebten.”

Ein paar nicht ganz so alte - aber trotzdem antiquarische - Bücher aus dem Bestand der Stadtbücherei lässt er rundgehen, als er anschaulich über die Geschichte von Bibliotheken spricht.

„Das ist das schöne an diesem Projekt”, sagt Beate Klaas, Leiterin der Stolberger Stadtbücherei, „dass es immer zwei Teile gibt.”

Tatsächlich lernen die Schüler erst etwas Interessantes über Bücher und Schrift, bevor sie selbst zur Tat schreiten. Die Ergebnisse sammeln sich im Untergeschoss: Tontafeln, in die die Schüler, wie 10.000 vor Christus, Zeichen geritzt haben.

Papier, dass die Jugendlichen aus unterschiedlichen Materialien selbst hergestellt haben. Drucke, die mit Hilfe von Kartoffeln entstanden sind.

Selber Einbände hergestellt

An diesem Tag machen sich die Jugendlichen an die nächste Aufgabe, sie stellen aus Filz Einbände für Bücher her. Natürlich für solche, die sie sich vorher selbst ausgesucht haben. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden demnächst in der Stadtbücherei zu sehen sein. Im Lesecafé stellen die Schüler ihre gesammelten Werke dann nämlich aus.

Von der Zusammenarbeit profitieren allerdings nicht nur die Schüler, auch die Stadtbücherei kommt dabei gut weg. Sie erhält nämlich Gelegenheit zu zeigen, dass sie auch für Jugendliche einen interessanten und modernen Bestand hat.

Übrigens auch für die, die nicht so gerne lesen, wie Anita Rick-Bergholz beim Blick auf Spiele und DVDs feststellt.
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