Familienzentrum Bergstraße erhält Förderpreis für Kampf gegen Rassismus

Von: ng
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Elke Rings zeigt stolz die Wel
Elke Rings zeigt stolz die Weltkarte, auf denen die Familien im Rahmen des Projekts ihre Heimatländer eingezeichnet haben. Foto: N. Gottfroh

Stolberg. Sie sei schon überrascht gewesen, als sie hörte, dass das Familienzentrum Bergstraße tatsächlich den Förderpreis „Miteinander in der Städteregion Aachen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit” erhält, erzählt Elke Rings, Leiterin der Einrichtung.

Familien, die die Einrichtung nutzen, scheint die Auszeichnung jedoch nicht zu verwundern. Immerhin wird Toleranz und ein Miteinander in der Einrichtung groß geschrieben - ungeachtet aus welchem Land man kommt. Bereits im Eingangsbereich wird man von Schildern in vielen verschiedenen Sprachen begrüßt. Aber auch im Alltag sollen die Eltern und Kinder voneinander lernen. „Zu unseren kirchlichen Festen und Gottesdiensten laden wir unsere ausländischen Familien ein, ebenso nehmen wir großen Anteil an den muslimischen Festen”, erklärt Elke Rings.

Aber auch im Alltag wird das Miteinander groß geschrieben - nicht nur unter den Kindern: „Wir bieten unseren Familien ein Erzählcafe an. Dort haben sich die Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund schon intensiviert. Viele haben sogar echte Freundschaft geschlossen und treffen sich auch außerhalb der Einrichtung”, sagt Rings.

Ihr Rezept gegen Rassismus lautet: „Den anderen Ernst nehmen. Warum nicht einmal als Christ eine Moschee besuchen und als Moslem an einem Gottesdienst in der Kirche teilnehmen”, sagt sie. Genau dies setzt das Familienzentrum im Rahmen eines ganz besonderen Projektes derzeit um. Unter dem Titel „Wir lernen uns kennen”, schauen Eltern und Kinder noch einmal genauer über den eigenen Tellerrand. „Ziel ist es, den anderen besser zu verstehen. Denn wenn ich viel über ihn weiß, dann bin ich offener und kann ihn besser verstehen”, erklärt Elke Rings.

Im Rahmen des Projektes treffen sich Eltern und Kinder aus der Einrichtung einmal monatlich. „Der erste thematische Schwerpunkt des Projektes ist das gegenseitige Kennenlernen. Die Familien stellen sich und ihr Heimatland vor, berichten über landestypische Besonderheiten, Schulsysteme oder die Erziehung”, beschreibt Rings. Als zweiter Schwerpunkt gilt die Erkundung des Sozialraums. So sollen die Stadt und ihre Institutionen besucht werden.

Über den Preis, so findet Rings, können alle, die mit dem Familienzentrum verbunden sind, stolz sein. Denn ausgezeichnet wird schließlich das miteinander.
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