EVS-Cup: Schiri-Entscheidung sorgt noch immer für Unmut

Von: Lars Brepols
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Michael Ostlender erzielt per Elfmeter den Ausgleich für den SV Breinig. Walheims Stefan Delheid ist ohne Foto: R. Flader

Stolberg-Breinig. Fußball, ohne Emotionen, wäre sicherlich nur halb so schön. Gerade der Wechsel zwischen Tränen, frenetischem Jubel und bitterer Enttäuschung macht die Sportart so attraktiv. Dass dabei häufig die Schiedsrichter im Mittelpunkt stehen, ist sicher kein Geheimnis. Wenn jedoch eine Entscheidung der Unparteiischen spielentscheidend ist, kochen die Emotionen auch mal über.

So geschehen am Wochenende beim EVS-Cup. Im Elfmeterschießen um den Turniersieg zwischen Gastgeber SV Breinig und Hertha Walheim ließ der Schiedsrichter den entscheidenden Elfmeter wiederholen, obwohl Breinigs Torwart Johnny Görtz den Strafstoß von Wendel Putzier parieren konnte und das Spiel so eigentlich in eine weitere Elfmeter-Verlängerung gegangen wäre.

Angeblich hatte sich der Torhüter zu früh von der Linie bewegt, so dass den Walheimern unverhofft ein zweiter Finalschuss gewährt wurde. Putzier ließ sich nicht lange bitten und bescherte dem Landesligisten den Turniersieg.

Anschließend kochten die Emotionen hoch, denn der Gastgeber fühlte sich durch die mutige Entscheidung des Schiedsrichters verschaukelt.

„Der Linienrichter hat nach dem Elfmeter die Fahne gehoben, weil der Torwart der Walheimer bei dem Elfer verletzt im 16er lag und nicht, weil sich unser Keeper zu früh bewegt hat”, ist sich Breinigs Trainer Mirko Braun sicher. „Für mich ist völlig unverständlich, warum er den Torwart dann nicht schon vor dem Elfmeter aufgefordert hat, den 16er zu verlassen.” Dass anschließend sowohl bei ihm, als auch bei seinen Spielern, die Emotionen hochkochten, will Braun nicht bestreiten.

Den Vorwurf, er habe den Schiedsrichter attackiert, weist er allerdings vehement von sich. „Ich habe meine Emotionen voll im Griff und wollte die Unparteiischen lediglich zur Rede stellen, weil ich die Situation genau gesehen habe”, sagt der dreifache Vater. Auch der Vorsitzende des SV Breinig, Dieter Jollet, pflichtet ihm bei: „ Im Gegenteil, wir haben die Spieler beruhigt und zurückgehalten. Von Tumulten kann überhaupt keine Rede sein. Der Linienrichter wollte nur wieder im Mittelpunkt stehen und hatte ein Fingerspitzengefühl wie ein Elefant”, verdeutlicht Jollet bildhaft.

Selbst der Spielführer der Walheimer, Daniel Formberg, zeigt Verständnis für den Unmut der Breiniger. „Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel mit vielen umkämpften Szenen. Beide Teams wollten unbedingt den Turniersieg. Ich wäre auch ungehalten gewesen, hätte man so gegen uns entschieden”, sagt Formberg fair. Ob die Geschehnisse nach Spielende für Breinig noch ein Nachspiel haben könnten, wollten Trainer und Vorsitzender am Montag nicht kommentieren.

„Ich bedauere zutiefst, dass unser Turnier so enden musste, denn wir haben von allen Seiten viel Lob für die gelungene Organisation erhalten”, sagt Jollet abschließend.
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