Europäischer Kunsthof stellt Werke der Malerin Karina Hubrich aus

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Bilder, die Ruhe und Bewegung zugleich vermitteln: Kunstwerke der Malerin Karina Hubrich wird der Europäische Kunsthof im alten Bahnhof in Valkenburg, Niederlande, ausstellen.

Stolberg/Valkenburg. Der Europäische Kunsthof aus Stolberg – Büsbach mit der Galeristin und Malerin Angelika Kühnen geht über Ländergrenzen hinaus. Schon mehrfach wurden in den historischen Räumen in Stolberg niederländische Künstler ausgestellt. Nun präsentiert der Europäische Kunsthof die Malerin Karina Hubrich im alten Bahnhof der niederländischen Stadt Valkenburg.

Karina Hubrich ist eine Malerin, die fast besessen an ihre Bilder herangeht. Sie bringt die ganze emotionale Komplexität des Lebens in ihre Bilder. Höhen und Tiefen sind zwangsläufig.

Karina hat ihr zeichnerisches Handwerk, mit dem sie jeden Betrachter sofort besticht, an der Kunstakademie in Krakau studiert und perfektioniert. Karina Hubrich ist Polin. Danach hat sie eine krasse Kehrtwende gemacht und ist zu einem der bedeutendsten lebenden zeitgenössischen Professoren gegangen. Markus Lüpertz war ihr Lehrmeister an der Düsseldorfer Kunstakademie. So hat Karina Hubrich eine Symbiose zwischen dem Zeichnerischen und der expressiven freien Malerei gefunden.

Hubrichs Bilder vermitteln Ruhe und Bewegung zugleich. Eingefrorene Momente des Lebens, viele Porträts, stehende oder liegende Personen. Niemand hat Eile in ihren Bildern. Die Malerin beherrscht den altmeisterlichen Stil, hat in jungen Jahren die Radierung für sich entdeckt. Bei längerem Verweilen wird auffällig, dass insbesondere die Gesichter, die Hände (sie stehen für Festhalten und loslassen) und die Füße (Sinnbild für einen festen Stand, den Bezug zur Erde) ihr besonderes Augenmerk haben. Die Körper sind oft nur Silhouettenhaft angedeutet. Und aus den Gesichtern tritt bei längerer Betrachtung ein Lächeln hervor. Menschen sind verletzlich, weniger am Körper, als in ihrer Seele. Doch sie stehen zusammen, halten einander, winden sich, oft nackt, ungeschützt ineinander.

Seit November 2012 lebt die Künstlerin in ihrer eigenen Zwischenwelt. Nach einem Hirninfarkt liegt sie im Koma. Es wird wohl keine weiteren Arbeiten dieser genialen Malerin und Zeichnerin mehr geben. Die Ausstellung in Valkenburg ist die erste große und umfassende Werkschau der Arbeiten von Karina Hubrich nach diesem tragischen Ereignis. Karina Hubrichs Werk endet mit ihrem 50. Lebensjahr.

Die Initiatorin der Ausstellung im Bahnhof von Valkenburg, die Galeristin Angelika Kühnen vom Europäischen Kunsthof in Stolberg vertritt die Künstlerin seit vielen Jahren und kennt daher auch die Familie. Zusammen mit Karinas Ehemann Ralf und ihrer Tochter Maika wurde dieses Ausstellungskonzept besprochen. Maika studiert Jazz und wird zur Ausstellungseröffnung für ihre Mutter eine Musik-Performance geben.

Die Galeristin Ines Tummers hat die wunderbaren Räume der Kunstgalerie Tummers im historischen Valkenburger Bahnhof gerne für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt. Zusammen mit Angelika Kühnen ist es Ines Tummers, die auch das gegenüber liegende Hotel betreibt, wunderbar gelungen, dem alten Bahnhof etwas ganz besonderes zu geben. – Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Besinnlichkeit!

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