Euregiobahn: Ende 2012 bis Stolberg und später auch bis Baesweiler?

Von: -ks-
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Ganz ohne Hinweis auf den Berg
Ganz ohne Hinweis auf den Bergbau gehts nicht: MdB Helmut Brandt (l.) und EVS-Geschäftsführer Tomas Fürpeil neben der Lore auf dem neugestalteten Kreisverkehr an der Bahnhofstraße in Alsdorf. Foto: Stüber

Alsdorf. Es mag ja nicht sein Geld sein, aber als Bundestagsabgeordneter aus Alsdorf will Helmut Brandt schon wissen, was mit dem Geld des Bundes geschieht, natürlich auch im eigenen Wahlkreis.

Immerhin wird der Ringschluss der Euregiobahn allein im Teilstück von Alsdorf Annapark bis Mariadorf rund 8,5 Millionen Euro kosten - davon sind 60 Prozent Fördermittel aus Berlin.

Thomas Fürpeil, Geschäftsführer der Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS), in deren Auftrag einen Firmengemeinschaft die alte Strecke ertüchtigt, gibt gerne vor Ort Auskunft.

Treffpunkt ist der neue Kreisverkehr nebst Bahnübergang an der Bahnhofstraße. Genauer betrachtet, handelt es sich um ein Oval, das den Verkehrsfluss von Würselener (L 47), Wein-, Bahnhof- und Prämienstraße aufnimmt, kanalisiert und wieder verteilt.

Der Straßenverkehr fließt bereits wieder, die neuen Gleiskörper sind gelegt. Es fehlen für den Bahnbetrieb jedoch noch die Signaltechnik und das Schrankensystem. Acht weitere Bahnübergänge werden derzeit auf der rund vier Kilometer langen Strecke im Alsdorfer Stadtgebiet neu installiert. Das ist teuer, aber notwendig. An diesen Kosten beteiligt sich auch die Stadt Alsdorf, wobei wiederum das Land die Kommune bezuschusst, wie Fürpeil berichtet.

Schranke 200 Sekunden runter

Abgeordneter Brandt erinnert an die „Glück-auf-Schranke”, die oft heruntergelassen war, um dem EBV das Rangieren von Kohlen- und Kokswaggons zu ermöglichen. Das soll sich nicht wiederholen, wenn erst einmal zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 die Euregiobahn bis Mariadorf rollt, verspricht EVS-Geschäftsführer Fürpeil. 200 Sekunden sollen die Schranken geschlossen sein, wenn ein Personenzug kreuzt.

Morgens wird dies im Halbstundentakt sein, tagsüber wird auf den Stundentakt gewechselt. Wenn zum Fahrplanwechsel 2012 die Euregiobahn bis nach Stolberg fährt, will man erst einmal sehen, wie sich die Nachfrage entwickelt, sagt Fürpeil. EVS und der Aachener Verkehrsverbund (AVV) seien aber zuversichtlich, dass die tägliche Passagierzahl steigen wird. Derzeit nutzen die Euregiobahn täglich 10.000 bis 11.000 Menschen.

Wann wird auch Baesweiler auf der Schiene angesteuert? Fürpeil verweist auf eine Machbarkeitsstudie, die sich mit drei möglichen Trassen befasst. Das Ergebnis sei abzuwarten. „Diese Verbindung ist sicherlich noch eine Vision, dass war der Ringschluss der Euregiobahn aber auch einmal”, hält der EVS-Geschäftsführer den Anschluss für Baesweiler für realisierbar, wenn die Wirtschaftlichkeit gewahrt bleibt - sich das Ganze also auch für den Betrieb rechnet.

Nun hat die EVS erst einmal das letzte Stück Strecke nach Stolberg noch vor der Brust. Aber dafür ist die Finanzierung gesichert, sagt Fürpeil. Die Ausschreibung folgt noch.
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