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Essbar oder gefährlich: Experten-Tipps für Pilz-Sucher

Von: Sandra Pavlic
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Gabriele Jansen die Merkmale d
Gabriele Jansen die Merkmale des Stockschwämmchens, um Verwechslungen mit den Doppelgängern Schüpplinge, Schwefelköpfe und vor allem dem tödlich giftigen Gifthäubling zu vermeiden. Foto: Sandra Pavlic

Stolberg-Mausbach. Steinpilze, Hallimasch oder auch Maronen sind wohl die bekanntesten genießbaren Pilzsorten unserer Region. Die Kräuter- und Pilzexpertin Gabriele Jansen hingegen entdeckt gar auf engem Raum rund ein Dutzend Speisepilze, wie zum Beispiel die Ziegenlippen, Trompetenpfifferlinge oder auch den Rotfuß-Röhrling.

Überwiegend Neulinge der insgesamt 23 Teilnehmer trafen sich am Alten Forsthaus in Süssendell zum Pilzaktionstag der Stolberg-Touristik, um ihren Horizont zu erweitern. Die Umgebung Süssendells weise viele Quellen, Gräben und feuchte Stellen auf, was für ein ergiebiges Pilzgebiet sprechen soll. Negativ hingegen sei, dass eine Ernte nicht garantiert ist, da in diesem Jahr viel geforstet wurde und es zudem schon zweimal gefroren hat. Im Wald angekommen, wurde gesammelt, was zu finden war, um dann von Gabi Jansen das Okay zu erhalten oder die Aufforderung, lieber die Finger davon zu lassen.

Jeden Pilz nahm die Naturführerin „unter die Lupe” und klärte über die Merkmale der schmackhaften Naturgewächse auf, um Verwechslungsgefahren zu vermeiden.

Der typischste Fall einer Verwechslung: der Steinpilz und sein zwar ungiftiger aber ungenießbarer Doppelgänger Gallenröhrling - auch Bitterling genannt. Besonders die jungen Gallenröhrlinge ähneln den Steinpilzen. Aber je größer sie werden, umso mehr färben sich die Röhren der Gallenröhrlinge ins leichte Rosa.

Es wurden aber auch einfache Tricks bei Unsicherheiten gezeigt. Ein Beispiel hierfür wäre der Hallimasch. Die mitunter charakteristischen Pünktchen auf dem bräunlich bis goldgelben Hut verschwinden bei Kontakt mit Nässe, so dass eine gewisse Fraglichkeit entstehen könnte.

Einfach eine kleine Ecke des Huts im Mund gut zerkauen, und wenn sich ein sehr saurer Geschmack entwickle, sei es sicher der Hallimasch.

Kein anderer Pilz weise solch eine Säure auf. Aber bitte nicht runterschlucken, auf jeden Fall wieder ausspucken! Generell rät die Expertin, Pilze zwischen 10 und 16 Uhr zu sammeln, da die Förster viel Wert auf die nötige Ruhe für das Wild legen und so Unannehmlichkeiten vermieden bleiben. Nach der zweistündigen Kurzwanderung und einer Stärkung im Restaurant lehrte Jansen dann noch viele interessante Details zur Handhabung und Zubereitung der verschiedenen Gattungen.
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