Stolberg/Eschweiler - Eschweiler Waldschule spürt die neue Konkurrenz aus Stolberg

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Eschweiler Waldschule spürt die neue Konkurrenz aus Stolberg

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Stolberg/Eschweiler. Die Schullandschaft in der Nachbarstadt Eschweiler ist in Bewegung. So hinken die Gesamtschule Waldschule und das Städtische Gymnasium deutlich hinter den Vorjahreszahlen her.

Im ersteren Fall hat das eine klare Ursache: die erste Stolberg Gesamtschule, die zum neuen Schuljahr am Sperberweg ihre Pforten öffnen wird.

Dieser Umstand macht sich in Eschweiler deutlich bemerkbar: Hatten sich im vergangenen Jahr noch etwa 130 Schüler aus der Kupferstadt in der Waldschule angemeldet, so sollen es dem Vernehmen nach diesmal deutlich weniger sein.

Beim Städtischen Gymnasium ist man hingegen von der Entwicklung überrascht. Zwar läuft der Anmeldezeitraum noch bis Ende nächster Woche. Aber Schulleiter Friedhelm Mersch - in Stolberg noch als ehemaliger stellvertretender Leiter des Goethe-Gymnasiums bekannt - geht nicht mehr davon aus, dass sich an den aktuellen Zahlen etwas ändert.

Die Prognosen sahen 128 Anmeldungen vor, in der aktuellen Realität sind es lediglich 87. Die fünfzügige Schule wird nun mit einer bilingualen Klasse und zwei 31er-Klassen in der 5. Jahrgangsstufe in das nächste Schuljahr gehen.

Während man am Gymnasium noch nach Ursachen forscht und dann Strategien entwickeln will, ist man an der Gesamtschule schon einen Schritt weiter. Da die Anmeldungen an der Waldschule für die Zukunft durch die neue Gesamtschule in Stolberg in jedem Jahr niedriger sein dürften als bisher, beschlossen die Ratsparteien der Indestadt nun, die Schule komplett vierzügig anzubieten.

Dieser Beschluss soll eigentlich schon für das nächste Schuljahr gelten. Nach Informationen unserer Zeitung macht die Bezirksregierung diesem Vorhaben aber einen Strich durch die Rechnung. Da die Anmeldung für die Gesamtschule schon gelaufen ist, sei eine Änderung der Zügigkeit nicht mehr rechtens, soll die Begründung aus Köln lauten. Zudem rechnet die Behörde noch mit weiteren Schülern, die an der Stolberger Gesamtschule abgelehnt wurden.

In einem Bereich legt die Waldschule sogar zu: in der Oberstufe, der Sekundarstufe II. 47 externe Schüler wollen ihr Abitur an der Gesamtschule Waldschule ablegen und haben sich für das kommende Schuljahr dort angemeldet.

Für die Gesamtschule gelten nach wie vor neun Regelschuljahre bis zur Abiturprüfung - im Gegensatz zu den meisten Gymnasien Viele Eltern wollen ihren Kindern den erhöhten Leistungsdruck durch die verkürzte Schulzeit am Gymnasium ersparen und wählen den Weg über die Oberstufe der Gesamtschule.

Die Schulkonferenz der Waldschule entschied schon im Oktober des vergangenen Jahres, eine Vierzügigkeit für die Sekundarstufe II zu beantragen.

Die Gesamtschule in Stolberg startet mit 120 Schülern in ihr erstes. 168 Anmeldungen lagen nach der zweiwöchigen Einschreibephase vor. Entsprechend musste der kommissarische Leiter Helge Pipoh 48 Kinder ablehnen.
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