Stolberg - Erzieherinnen erhöhen massiv den Druck

Erzieherinnen erhöhen massiv den Druck

Von: gro
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Stolberg. Unter der für Außenstehende sichtbaren Oberfläche hat es schon seit längerer Zeit gebrodelt.

Jetzt könnten der ganze Ärger und der ganze Frust, den viele Erzieherinnen in den Kindertagesstätten angestaut haben, ans Tageslicht kommen.

Spätestens in der nächsten Woche, daran lassen Vertreter der Gewerkschaft Verdi keine Zweifel, wird es auch in Stolberg erste Streiks in den städtischen Einrichtungen geben. Zwar wird der genau Aktionsplan für die Kupferstadt erst zu Wochenbeginn festgelegt, wie Christa Haupts ankündigt.

Schon jetzt ist nach Aussage der bei Verdi engagierten Leiterin der Kita Franziskusstraße aber klar, dass die Kolleginnen den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber stufenweise erhöhen wollen. Pro Woche soll zu den bestreikten und damit aller Voraussicht nach geschlossenen Kitas eine hinzukommen. Und sollten sich Gewerkschaften und Kommunale Arbeitgeberverbände nicht zügig einigen, könnte es schon bald zu spürbaren Engpässen in der Kinderbetreuung kommen.

Die Stadt richtet sich zwar mit Notfallplänen auf das mögliche Szenario ein und will Ausweichmöglichkeiten anbieten, dürfte aber Störungen bei einer längeren Streikdauer nicht verhindern können. „80 bis 90 Prozent des Personals in den Einrichtungen ist gewerkschaftlich organisiert. Das wird, wenn es drauf ankommt, seine Wirkung nicht verfehlen”, ist Christa Haupts überzeugt.

Das Anliegen der Erzieherinnen, das in diesen Tagen nicht nur in Stolberg, sondern bundesweit in die Öffentlichkeit getragen wird, ist ein durchaus ungewöhnliches. Zwar verhandeln Arbeitnehmer und Arbeitgeber derzeit auch um eine bessere Eingruppierung und damit Bezahlung der Erzieherinnen - was im Übrigen auch für die Sozialarbeiter gilt. Eine weitere Kernforderung aber ist ein Tarifvertrag zur Gesundheitsförderung. Grund hierfür ist die zunehmende Belastung und Überlastung, der sich viele Erzieherinnen ausgesetzt sehen.
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