Erwerbslosenberatung: Viele kommen ohne ihre Hilfe nicht aus

Von: tol
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Maria Luise Moors, Vorsitzende
Maria Luise Moors, Vorsitzende des Berufsverbandes der KAB, verabschiedete Berater Daniel Fries mit einem Geschenk.

Stolberg. „Wachwechsel” in der Anlaufstelle für Menschen ohne Arbeit. Im Büro auf der ersten Etage des Rolandshauses arbeitet künftig die Sozialpädagogin Erika Lieber.

Ihr Vorgänger, Daniel Fries, wird seine Tätigkeiten wechseln: Er hatte beim Berufsverband der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) eine Halbtagsstelle und nebenberuflich als Werbetexter gearbeitet. Künftig arbeitet er in Vollzeit als Texter und ehrenamtlich als Arbeitslosenberater.

Seit Januar gibt es die kompetente und unabhängige Beratung in Stolberg. „Daniel, du bist mutig mit eingestiegen, um die Ziele umzusetzen.” Mit ihm habe man gute Kontakte zu Einrichtungen, Arbeitsloseninstitutionen und Pfarrgemeinden auf- und ausgebaut, lobte Alfons Bäumer, Geschäftsführer des Berufsverbandes der KAB, das Engagement des Mitarbeiters, das eigentlich zwei Jahre dauern sollte.

Er habe die „Zwei-Jahres-Reise” selbst abgekürzt, und dafür habe man Verständnis, alleine schon, weil damit für ihn die Vergrößerung des Beschäftigungsumfangs einhergehe. Fries sei jemand, der im Stolberger KAB-Büro nicht nur seine Dienststelle, sondern als gebürtiger Stolberger seine Hauptarbeitszeit vor Ort gehabt habe. Das habe ihm einige Arbeit erleichtert. Außerdem sei eine der Stärken von Daniel Fries, Missstände zu sehen, das soziale Umfeld mit einzubeziehen. Fürs Team sei er „ein ganz Wichtiger” gewesen - auch oder gerade weil er der einzige Mann unter lauter Beraterinnen war.

Hoffnung auf Nachwirkung

Bäumer nannte es „klasse”, wie Fries sich auf seine Art „authentisch” als Beratender anbiete. Genau das sei auch die Stärke, die der Berufsverband stolz feststelle: „Jeder hat seine spezielle Art, und jede macht uns stärker.” Bäumer bedankte sich für Fries Engagement und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass „das Spannende”, das der künftige Ehrenamtler in diesem Jahr erlebt habe, Nachwirkung zeige. Die Verbandsvorsitzende Maria Luise Moors überreichte ein Abschiedsgeschenk und vernahm Fries Versicherung: „Es hat mir viel gebracht für meine Persönlichkeitsentwicklung, und es hat mir viel Spaß gemacht im Team.”

Erika Lieber wird ab dem 4. Oktober dieselben Präsenzzeiten wie ihr Vorgänger haben, die Beratung innerhalb ihrer Vollzeitstelle allerdings mit ihren Aufgaben in der Städteregion verknüpfen. Pastor Hans-Rolf Funken hieß die neue Beraterin im ehemaligen Kolpinghaus - das war früher ein „Gesellenhaus” - willkommen und gab zu verstehen, dass die sozialen Herausforderungen heute unverändert groß seien. „Sie sind hier gut eingebunden”, versprach er Erika Lieber; sie arbeite hier jedoch auch in einem Schmelztiegel: „Es gibt viele hier, die sich nicht selbst helfen können - ihr seid hier genau richtig.”

KAB-Bezirkssekretärin Agnes Schnieders rechnete vor, wie viele Milliarden Euro ab dem kommenden Jahr nicht mehr fließen würden. Dennoch, so Pfarrer Funken, müsse hoffentlich niemandem für die Zukunft bange sein, sei man doch mit Caritasverband und Städteregion auf einem guten Weg: „Das Bistum hilft aus Mitteln des Solidaritätsfonds, und das Land NRW hat für zwei Jahre die 80-Prozent-Finanzierung zugesagt. Das ist heute schon fast nicht mehr normal.” Geschäftsführer Bäumer bestätigte: „Bislang haben die Träger ein tragfähiges Zukunftskonzept für soziale Dienste.”
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