Arnaud Petit CHIO5 CHIO Freisteller

Erstkommunion: „Meine Mama dreht schon voll durch“

Letzte Aktualisierung:
14441500.jpg
Freuen sich, wenn es ab Sonntag endlich soweit ist: Luzie Wedeking (rechts) und Anastasia Gather, zwei der Breiniger Kommunionskinder. Foto: Tyrone Schwark

Stolberg. Traditionell feiern katholische Kinder zusammen mit ihren Familien die Erstkommunion am zweiten Osterwochenende, dem sogenannten Weißen Sonntag. So auch Anastasia Gather und Luzie Wedeking von der St.-Barbara-Gemeinde in Breinig. Die beiden Drittklässlerinnen sprachen mit Tyrone Schwark über die Vorbereitung und die Bedeutung des ersten Kommunionempfangs – und über ein pinkes Fahrrad.

Wie aufgeregt seid Ihr schon?

Anastasia: Ich bin sehr aufgeregt und wollte eigentlich schon letztes Jahr zur Kommunion gehen. Ich habe richtig Lust.

Luzie: Meine Vorfreude wächst auch immer mehr.

Die Vorfreude Eurer Eltern wahrscheinlich auch schon.

Anastasia: Ja, meine Mama dreht schon voll durch. Sie will, dass alles perfekt wird.

Luzie: Meine Mama ist eher weniger nervös. Dafür ruft andauernd meine Oma an und fragt, wie viele Kuchen sie denn mitbringen soll. Dann muss man ihr sagen, dass einer reicht, weil sonst nicht alles auf den Tisch passt.

Gehen denn viele Eurer Freunde zur Kommunion?

Anastasia: Ja, es gehen ganz viele aus unserer Klasse – bestimmt die Hälfte.

Luzie: Und das sind fast alles nur Mädchen...

Anastasia: ...das ist auch besser.

Was bedeutet die Kommunion für Euch?

Luzie: Dann können wir endlich die Hostie essen.

Anastasia: Und wir können mit in jeden Gottesdienst gehen.

Worauf freut Ihr Euch am meisten an dem Tag?

Anastasia: Da gibt es ganz viel. Den Gottesdienst, die Feier danach und die Geschenke, die es gibt. Ich weiß gar nicht, worauf ich mich am meisten freuen soll. Oder doch: Das pinke Fahrrad, das ich bekomme.

Luzie: Ich freue mich auch schon auf die Feier mit der Familie und das leckere Essen, das es dann gibt.

Wie schwierig war der Unterricht?

Luzie: Es war gar nicht so schwierig. Wir haben viel auch schon im Religionsunterricht in der Schule gelernt davon. So war es viel einfacher, alles zu behalten.

Anastasia: Außerdem gab es auch öfters Kuchen bei uns. Es hat super viel Spaß gemacht und ich bin gerne zum Unterricht gegangen.

Luzie: Ich auch.

Was habt ihr so gelernt?

Anastasia: Alles. Wir haben immer mit Arbeitsblättern gearbeitet und viele Themen besprochen.

Luzie: Und wir hatten ein Buch, aber das haben wir leider nicht geschafft, zu Ende zu lesen. Das fand ich schade.

Wisst ihr auch, was der Weiße Sonntag ist?

Luzie: Natürlich! Das ist der Sonntag, an dem wir unsere Kommunion haben. Das haben wir schon ganz am Anfang gelernt.

War der Unterricht anders als der in der Schule?

Luzie: Wir haben keine Hausaufgaben aufbekommen. Auch wenn wir manchmal noch zu Hause etwas fertig machen sollten. Aber das war nicht viel Arbeit.

Anastasia: Obwohl wir im Religionsunterricht in der Schule auch nicht oft Hausaufgaben haben.

Wie anstrengend war es, nach der Schule noch mehr zu lernen?

Luzie: Das war gar kein Problem. Unsere Katechistin war ja auch sehr nett.

Anastasia: Und der Unterricht hat sehr viel Spaß gemacht.

Wie lange habt Ihr euer Kommunionskleid schon?

Luzie: Schon eine ganze Weile.

Anastasia: Es ist ja auch sehr wichtig, ein schönes Kleid zu haben.

Wie sieht das denn aus?

Anastasia: Es ist traumhaft. Ich durfte es selbst mit aussuchen. Es ist komplett weiß und hat kleine Rüschen.

Luzie: Meins ist auch komplett weiß. Dann habe ich auch noch passende schicke Schuhe und mache mir Klämmerchen ins Haar.

Habt ihr während der Kommunionsmesse eine bestimmte Aufgabe?

Luzie und Anastasia: Ja, wir müssen einen Text vorlesen.

Und das klappt?

Luzie: Natürlich, wir haben schon viel geübt. Zum Glück müssen wir den auch nicht auswendig können.

Anastasia: Und das haben wir auch schon öfters gemacht.

Ihr seid also schon Profis.

Anastasia: Genau, wir haben da keine Angst vor. Andere Kinder sind da viel nervöser.

Was war bei den Proben neben Eurem Text wichtig?

Luzie: Alle müssen auf den richtigen Plätzen sitzen, das ist sehr wichtig. Sonst gibt es ein Kuddelmuddel.

Anastasia: Leider sitzen wir aber nicht nebeneinander.

Luzie: Aber das ist nicht schlimm. Ich sitze nur zwischen Jungs. Und die haben alle einen schwarzen oder blauen Anzug an. So kann man mein schönes weißes Kleid umso deutlicher sehen.

Hand aufs Herz: Wie oft geht Ihr in die Kirche?

Anastasia: Ich gehe fast jeden Samstag und Sonntag in die Kirche.

Luzie: So oft gehe ich nicht, aber trotzdem regelmäßig.

Wollt Ihr auch Messdiener werden?

Luzie: Da habe ich mir noch keine Gedanken drüber gemacht.

Anastasia: Ich schon. Genau wie meine Mama – die hat das auch vier Jahre lang gemacht. Dann mach ich das natürlich auch, weil sie mein großes Vorbild ist.

Ist Religion auch zu Hause bei Euch ein Thema?

Luzie: Es geht so. Aber ich bete regelmäßig vor dem Schlafengehen. Dann zieh ich immer eine Karte aus meiner Gebetsbox und lese sie vor.

Anastasia: Das mache ich auch. Und manchmal überlege ich mir auch meine eigenen Gebete.

Macht es für Euch einen Unterschied, ob jemand eine andere Religion hat?

Anastasia: Ja. Die gehen doch in den anderen Religionsunterricht.

Und auf dem Schulhof?

Anastasia: Da ist das doch egal.

Luzie: Bei manchen wusste man ja gar nicht, ob sie evangelisch oder katholisch sind. Das haben wir nur erfahren, weil die evangelischen Kinder nicht zur Kommunion gehen.

Dann wünsche ich Euch viel Spaß am Sonntag.

Anastasia und Luzie: Ja, danke. Den werden wir sicher haben.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert