Stolberg - Erstausstattung der i-Dötze kostet 150 Euro

Erstausstattung der i-Dötze kostet 150 Euro

Von: Dirk Müller
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Raimund Leesmeister vom DRK Stolberg möchte auch für das kommende Schuljahr möglichst viele Kinder mit der nötigen Erstausstattung versorgen. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Sommerferien sind nicht nur Reisezeit, sondern werden von vielen Eltern auch genutzt, um die Erstausrüstung für die Schullaufbahn anzuschaffen, da im August wieder zahlreiche „i-Dötzchen“ eingeschult werden. Doch was, wenn die Familie nur ein geringes Einkommen hat und sich die Schulsachen nicht leisten kann?

Dann greift das Projekt „Schultüte“ des Deutschen Roten Kreuzes Stolberg und der Tafel. „Für die komplette Schul-Erstausrüstung werden schnell bis zu 150 Euro fällig“, beschreibt Raimund Leesmeister vom DRK. Schon die Anschaffung von Füller, Federmappe mit Stiften, Malkasten, Heften, Mal- und Zeichenblöcken gehe ins Geld. „Hinzu kommen dann noch die kostspielige Schultasche und der Turnbeutel. Einige Familien sind damit finanziell völlig überfordert.“

Fehlende Lehrmaterialien würden den Start ins Schulleben erschweren, sagt Wil­ma Gier vom Vorstand der Stolberger Tafel. „Wenn Kinder dann mit einer Plastiktüte zur Schule kommen statt mit einer Schultasche und von den anderen ausgelacht werden, ist das der denkbar schlechteste Beginn der schulischen Laufbahn.“ Betroffen sind besonders die Kinder von Tafel-Kunden, die wiederum mit dem von der VR-Bank gesponserten Projekt „Schultüte“ unterstützt werden. Zunächst sammelt das DRK ausgediente, aber gut erhaltene Schulsachen sowie Geldspenden.

Die Stolberger Tafel prüft die Bedürftigkeit ihrer Kunden, denn das Projekt „Schultüte“ soll schließlich den Kindern helfen, die die Unterstützung auch wirklich benötigen. Bei zwei Ausgabe-Terminen (siehe Infokasten) stellen Kinder und Eltern dann gemeinsam die Schul-Erstausstattung zusammen.

Damit die kleinen Schulanfänger gut ausgerüstet werden können, ist das Projekt „Schultüte“ auf Spenden angewiesen. Sachspenden wie Bunt- und Bleistifte, Federmappen, Lineale oder Schultaschen und Turnbeutel in gutem Zustand können zum Beispiel zu den Geschäftszeiten in der Rathaus-Apotheke und der Hirsch-Apotheke in Büsbach abgegeben werden.

„Auch Schultüten sind natürlich willkommen. Wichtig sind aber vor allem Geldspenden, für die das DRK auch Spendenquittungen ausstellt“, erklärt Apotheker Georg Blatzheim. Leesmeister bestätigt, dass viele Dinge neu gekauft werden müssen, wenn etwa nicht genügend Federmappen und Schultaschen gespendet werden oder sich die Standards der Schulen ändern, was zum Beispiel Füller oder Malkästen angeht.

„Hefte, Mal- und Zeichenblöcke müssen wir ohnehin neu anschaffen, da gebrauchte ja nicht noch einmal benutzt werden können“, sagt Leesmeister, der hofft, dass die Kupferstädter Bürger auch in diesem Jahr das Projekt „Schultüte“ und damit den Start bedürftiger Stolberger Kinder ins Schulleben wieder rege unterstützen.

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