Stolberg - Erst gruseln, dann den Schatz gewinnen

Erst gruseln, dann den Schatz gewinnen

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Oh Schreck: Der Spinnenmann ist nur eine von vielen furchteinflößenden Gestalten, an denen die Teilnehmer des Halloween-Laufes auf ihrem Weg vorbei müssen. Foto: D. Müller

Stolberg. Das Grauen beginnt an der Katzhecke. Dort macht sich ein gutes Dutzend unerschrockene Abenteurer am Abend von Halloween auf den Weg in Gehlens Kull, um Rätsel zu lösen, Geheimnisse zu erforschen und einen sagenhaften Schatz auf der Stolberger Burg zu erbeuten.

Zunächst geht es durch einen engen, dunklen Gang, an dessen Ende sie eine verschlossene Türe erwartet, in der sich eine Klappe öffnet und eine totenbleiche Fratze erscheint. „Kommt nur herein, wenn ihr euch traut! Aber euch erwartet nichts Gutes...”, verheißt der Wächter und öffnet die Pforte des Schreckens. Mutig schreitet die Gruppe voran, ist sie doch mit Taschenlampen ausgerüstet und, vor allem die Kinder, selber furchterregend als Geister, Vampire, Hexen oder Kürbisse verkleidet und geschminkt.

Der erste Stolberger Halloween-Lauf ist ein voller Erfolg. Was Marija Hein von MJH Kreativa, die Stolberg-Touristik und die vielen freiwilligen Darsteller und Helfer liebevoll und engagiert auf die Beine stellen, wird wohl das Erfolgsmodell sein, an das es zukünftig anzuknüpfen gilt.

Schon beim ersten Versuch, ein solches Event zu organisieren, gelingt es, Kindern wie Erwachsenen ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten. In fantastischer Kulisse genossen die rund 300 Teilnehmer ein großes Abenteuer mit hoch unterhaltendem und pädagogischem Anspruch.

Grablichter und Leuchtstäbe weisen den Weg durch den Wald hinein in den Steinbruch, auf dem die finstere Nacht manch gruseliges Geräusch preisgibt: Trommeln, Didgeridoos und grollender Donner sind ebenso zu hören, wie das Kichern von bösen Hexen oder die Schreie von Unglücksseligen. So sind die tapferen Schatzsucher froh über die Begleitung von „Nachtschatten” und „Vogel”, zwei guten Waldgeistern, die ihnen beistehen, die Gefahren der Nacht zu überstehen.

Am kleinen mit Schwimmleuchten erhellten See, in dessen Hintergrund ein Lagerfeuer und eine gespenstische Lasershow zu sehen sind, treffen sie auf eine unheimliche weiße Frau, die ihnen aufträgt, das magische Schwert „Excalibur” mitzunehmen.

Durch den düsteren Wald wandert die Gruppe vorbei an leuchtenden Skeletten, einem versteinerten Mann, echten Monstern, Baumgeistern und einer lebendigen Vogelscheuche. Plötzlich springt ein grausiger Spinnenmann hinter einem Felsen hervor, der den Kindern, nachdem er sie und auch die Erwachsenen gehörig erschreckt hatte, eine Spinne namens „Dracula” übergibt. Der leibhaftige Teufel ist eine weitere Station der Halloween-Wanderung: Lucifer hält Schauerkisten bereit, in denen die Nachwuchs-Geister und Hexen einen Zauberring finden.

Die „Hexe von Oz” bewacht eine kleine Waldgrotte, in der sich ein Friedhof verbirgt, die Endstation derer, die die Schatzsuche nicht überleben. Von ihr und „Nachtschatten” erfahren die Kinder viel über Halloween, denn es gilt, nicht nur die gesammelten Gegenstände, sondern auch Wissen zur Burg zu bringen, um an den Schatz zu gelangen.

Hoch aufmerksam lauschen die Kleinen, als der Geist des Ritters „Reinardus von Stalburg” ihnen erklärt, woher Stolberg seinen Namen hat und Moritz Kraus dankt, der seine Burg wieder aufbauen ließ. Ruhelos wandelt auch Leonhard Schleicher, der Kupfermeister aus dem 16. Jahrhundert, umher, der ebenfalls viel Interessantes zu berichten weiß.

Auf der Burg angekommen, wartet ein blutrünstiger Vampir, der den Kindern neugierige Fragen zu Halloween und Stolberg stellt, die sie nun stolz beantworten können. Als Belohnung erhalten sie endlich einen Anteil des Schatzes und leckeren Hexentrank, bevor ein Feuerspucker ihnen aufregende Kunststücke vorführt.
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