Stolberg - Erneutes Duell von Kaußen und Konrads

Erneutes Duell von Kaußen und Konrads

Von: -jül-
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Werth (im Bild) bildet nun mit Mausbachs Norden den neuen gemeinsamen Wahlkbezirk 10. Prägendes Thema für beide Orte sind geplante Umgehungsstraßen, die für Entlastung sorgen sollen ohne einen anderen Stadtteil zusätzlich zu belasten. Foto: J. Lange

Stolberg. Im Fußball haben sich die selbstbewussten Werther ganz klar für Gressenich entschieden; aber für die Kommunalwahl hat die Stadt die alte Ehe geschieden und eine neue Liason mit dem Norden von Mausbach verordnet - im neu zugeschnittenen Wahlbezirk 10 MausbachI/Werth.

Vor fünf Jahren waren die Werther politisch gesehen jedoch eher unentschieden. 162 wählten die CDU, 161 die SPD - macht 34,54 bzw. 34,32 Prozent. Mit knapp 12 Prozent präsentierten sich die Liberalen stark.

Der zweite Stimmbezirk im Norden Mausbachs entspricht im Wesentlichen dem alten Wahlkreis 1201. Die FDP steigerte sich auf über 13 Prozent. Hier verloren 8,6 die Christ- und 4,3 die Sozialdemokraten - mit 31,3 zu 43 Prozent hatte die SPD die Nase vorn: Paul-Heinz Kaußen verteidigte den Wahlbezirk gegen Herausforderer Adolf Konrads. Nun kommt er erneut zum Aufeinandertreffen der beiden Mausbacher. Kaußen ist mit 72 Jahren derzeit Alterspräsident des Stadtrates, dem er seit 1989 angehört. Vor allem der Verkehrspolitik widmet sich der pensionierte Baukunstschlosser, der auf Listenplatz 22 rangiert.

Bereits seit 1971 Mitglied der CDU engagiert sich Adolf Konrads seit seinem Dienstende als Polizeibeamter im Ortsverband und in der Fraktion, wo der 70-Jährige sich als Verkehrsexperte in beiden Fachausschüssen einbringt; Konrads steht auf Listenplatz 9. Im Stadtsportverband vertritt er den Pferdesport als Fachwart.

In dem anderen Mausbacher Wahlkreis hatte Axel Conrads vor fünf Jahren weit über 16 Prozent für die FDP geholt. 1999 zog mit dem heute 49-Jährigen eine neue liberale Generation in den Stadtrat ein, nachdem die FDP eine Legislaturperiode außen vor bleiben mussten; fünf Jahre später gelang es unter dem langjährigen Parteivorsitzenden (1991-2007) die Zahl der Mandate auf vier zu verdoppeln.

Auch jetzt steht Conrads auf Platz 2 der Liste. Politische Schwerpunkte sind Finanz- und Wirtschaftspolitik; beruflich engagiert er sich im Vorstand der Ingenieurkammer NRW.

Erstmals für den Rat kandidiert Anne Schwan-Hardt, die sich bei den Grünen auch auf Landesebene insbesondere für die Themenbereiche Jugend, Soziales, Familie, Bildung sowie Ausländerpolitik engagiert. Seit 2004 ist die Mausbacherin Mitglied des Ausländerbeirats sowie in Jugendhilfe- und Wahlausschuss. Die Hausfrau und nebenberufliche Geschäftsfrau steht auf Listenplatz8.

Vor fünf Jahren holte Hartmut Offermanns in Büsbach für die UWG knapp 4 Prozent der Stimmen, diesmal tritt der 47-Jährige im heimischen Mausbach an. Auf der Liste hat er Platz7 inne.

Bereits im Stadtrat saß Reinhard Grüttgen - von 1994 bis 1999 für die seinerzeitige UWG. Seit 2008 hat der 61-Jährige eine neue politische Heimat bei den Linken gefunden, wo er aber nicht auf der Liste steht.

Platz 10 hat Benjamin Sieger auf der ABS-Liste inne, politisch ist der 22-Jährige (am Freitag) nicht in Erscheinung getreten.
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