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Erneut Leckage in der Berzelius Bleihütte Binsfeldhammer

Von: Jürgen Lange
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Zum Abkühlen von ausgelaufenem Blei bei Berzelius am Binsfeldhammer war die Stolberger Feuerwehr bis gegen 11 Uhr im Einsatz. Foto: J. Lange

Stolberg. Erneut zu einer Betriebsstörung gekommen ist es am Freitagmorgen in der Berzelius Bleihütte Binsfeldhammer. Vier Beschäftigte wurden vorsorglich auf eine Rauchvergiftung von der Betriebssanitäterin sowie anschließend im Krankenhaus untersucht.

Der Vorfall ist nach Unternehmensangaben vergleichbar mit dem Zwischenfall vom vergangenen September, wenn auch in einem mengenmäßig deutlich geringerem Umfang. Am QSL-Reaktor – in dem etwas 120 Tonnen fassenden Drehrohrofen wird Blei aus Konzentraten und Sekundärrohstoffen bei einer Temperatur von rund 1000 Grad gewonnen – trat eine Leckage auf.

Der Reaktor wurde daraufhin gedreht und aus der Produktion herausgenommen. Dennoch trat eine kleinere Menge von etwa 20 Tonnen flüssiges Blei aus, das in den für solche Fäller vorgesehenen Wannen unter dem Reaktor aufgefangen wurden.

„Die Wanne hatten wir nach der Betriebsstörung im September in mehrere Sektionen unterteilt, um auslaufende Prozessstoffe besser auffangen und beseitigen zu können“, erklärte Produktionsleiter Knut Esser gegenüber unserer Zeitung. Beim Austreten des Bleis und dem anschließenden Abkühlen stieg eine Dampfwolke über der Produktionsstätte in die Luft; zudem wurden geringere Mengen Staub aufgewirbelt.

„Es sind keine Gefahrstoffe ausgetreten“, erklärte Feuerwehrsprecher Michael Konrads. Kräfte der Stolberger Hauptwache und des zweiten Löschzuges waren ab 9.30 Uhr im Einsatz, um die Belegschaft der Hütte beim Abkühlen des ausgetretenen Bleis zu unterstützen.

Der Aufwand sah größer aus als er war. Angesichts der Witterungslage sollten die Löschgruppen Atsch und Büsbach die Kräfte der Hauptwache auslösen. Sie brachten aber zu wenige Leute an den Einsatzort, so dass weitere Unterstützung der Löschgruppen Donnerberg, Mitte und Münsterbusch zur Unterstützung kam. Gegen 11 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

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