„Erlkids” feiert in den Osterferien Premiere

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Resonanz war in den vergangenen Monaten überragend: Nachdem die Stolberger Arbeiterwohlfahrt im Spätsommer ihr neues Hilfsprojekt vorgestellt hatte, sind viele Rückmeldungen und auch beträchtliche Spenden eingegangen.

Wenige Wochen vor den Osterferien kann der Vorsitzende Manfred Steffens deshalb mit Sicherheit bestätigen: Die Premiere von „Erlkids” wird bereits vor dem Sommer stattfinden.

„Erlkids” steht als Abkürzung gleichermaßen für das Ziel und die Zielgruppe der Aktion: Erlebnistag für Alleinerziehende mit Kindern unter zwölf Jahren. Einen eben solchen können insgesamt 48 Kinder und Erwachsene am 3. April erleben, wenn die AWO zur kostenlosen Premiere-Fahrt ins Bubenheimer Spieleland einlädt. Angesprochen sind Menschen aus Stolberg, die sich aufgrund ihrer finanziellen oder persönlichen Situation mit ihrem Nachwuchs keinen Ausflug oder gar Urlaubsreise leisten können.

„Wir haben im vergangenen Sommer vor allem während der Ferienzeit wieder beobachten können, wie vielen Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung fehlt, und die sich deshalb auf den Straßen herumtreiben”, erinnert Manfred Steffens an den Auslöser der ersten Überlegungen zu „Erlkids”. Zwar könne die AWO mit ihrer Hilfsaktion nicht alle Probleme der Betroffenen lösen. Es sei aber zumindest möglich, für wohltuende Abwechslung zu sorgen.

In den vergangenen Wochen hat der Vorsitzende Kontakt zum Jugendamt sowie zu einigen Kindertagesstätten und Grundschulen in sogenannten Problemvierteln im Stadtgebiet aufgenommen. Mit dem aktiven Zugehen auf die potenzielle Zielgruppe will Steffens zum einen die Hemmschwelle senken, zum anderen aber auch sicherstellen, dass die Hilfe wirklich Bedürftige erreicht. „Die Erzieherinnen und Lehrer haben einen engen Kontakt zu den Kindern und damit in der Regel auch einen guten Einblick in ihre familiäre Situation. Auf ihre Unterstützung setzen wir in erster Linie, um bei der Vergabe der Plätze die richtigen Entscheidungen zu treffen.”

Die Aktion „Erlkids” hat die Arbeiterwohlfahrt auch deshalb initiiert, weil das von ihr über vier Jahre gesicherte „Mittagessen im Kindergarten” (Mieki) seit dem Inkrafttreten des Bildungs- und Teilhabegesetzes zum 1. April 2011 im Wesentlichen vom Bund finanziert wird. Geblieben ist ein Härtefallfonds, aus dem bei besonders schweren finanziellen Problemen der eine Euro pro Essen beigesteuert wird, den der Staat nicht trägt.

Knapp 20 Kinder unterstützt die Arbeiterwohlfahrt derzeit in diesem Rahmen, „im März werden wohl noch einige dazukommen”, schätzt Manfred Steffens. Im Vergleich zu den „Spitzenzeiten” von „Mieki” ist diese Zahl allerdings überschaubar: Zwischenzeitlich hatte die AWO täglich 160 Mahlzeiten in Stolberger Kitas über Spendengelder finanziert und zwischenzeitlich sogar einen Aufnahmestopp aussprechen müssen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert