Enten keine Gefahr für die Modellboote

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:
schiffsmodellclub_1
Rettung in Sicht: Mit einem Schlauchboot wurden Modellschiffe, die sich in den Leinen der Bojen verfangen hatten, aus ihrer misslichen Lage befreit. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Achtung, Ente von links: Dass eine der tierischen Bewohner des Bastinsweiher der Hindernisregatta am Sonntag in die Quere kommen könnte, war nicht zu befürchten.

„Enten suchen das Weite und kommen erst wieder zum Vorschein, wenn unsere Boote fort sind”, erklärt Josef Gehlen, Mitglied im Schiffsmodellclub Stolberg. „Bei Schwänen sieht die Sache anders aus: Es kann durchaus vorkommen, dass sie eine Attacke starten, gerade dann, wenn sie Jungen aufziehen.”

Einen solchen „Angriff” haben die Modellschiffsbauer schon auf dem Hangeweiher in Aachen erlebt - damals habe ein verärgerter Schwan eines der Boote versenkt, erinnert sich Jürgen Aretz, stellvertretender Vorsitzender des kleinen Vereins, der mit dem Wettkampf am Sonntag zum ersten Mal eine offizielle Hindernisregatta ausrichten darf. Im Rahmen des Wettbewerbs wurde der letzte Lauf um die Westdeutsche Clubmeisterschaft ausgefochten. Die ersten drei auf der Siegerliste qualifizieren sich für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft.

Auch die Stolberger machten bei der Clubmeisterschaft mit - allerdings ohne Wertung. „Für uns als Verein war es eine gute Gelegenheit, erste Erfahrungen zu sammeln”, erklärte Peter Vehreschild, Vorsitzender des vor zwei Jahren gegründeten Stolberger Schiffsmodellclubs, der gegenüber dem Bastinsweiher sein Vereinsheim hat im ehemaligen Glaspavillon der Aseag.

Noch vor Verkündigung der Ergebnisse stand für die Vereinsmitglieder eines fest: „Wir haben Blut geleckt und werden auf alle Fälle dabei bleiben”, gab Vehreschild bekannt. Die Westdeutsche Clubmeisterschaft besteht aus acht Läufen. Zum letzten Lauf in Stolberg hatten sich sieben Senioren-Gruppen und drei Junioren-Gruppen gemeldet.

Georg Böbel aus dem Hürtgenwald war einer der Teilnehmer aus dem Senioren-Feld. In erster Linie gehe es um Geschicklichkeit, beschreibt Böbel. Die Modellschiffsbauer müssen ihre Boot geschickt durch einen vorgegebenen Hindernisparcours manövrieren. „Das Problem ist die Entfernung. Hier, am Bastinsweiher, sind es über 60 Meter statt der üblichen 33 Meter”, erläutert der Schiffsmodellbauer.

Anne Claßen startete mit ihren 14 Jahren bei den Junioren. Richtig zufrieden war die junge Dame mit ihrem Ergebnis aber nicht. „In diesem Jahr fahre ich immer nur den dritten Platz ein”, seufzte die junge Dame vom MSC Hürtgenwald.

Neben der Geschicklichkeit gibt es weitere Kategorien, wie etwa die Bewertung des Schiffskörpers. Auch ein Funktionstest ist eine eigene Disziplin. Dem Schiffsmodellbauer bleiben 20 Minuten, um 32 unterschiedliche Funktionen am Boot auf dem Wasser vorzuführen. Auf diese Disziplin musste man in Stolberger jedoch verzichten, weil es an speziell geschulten Preisrichtern fehlte.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert