Endlich kann Céline-Marie auf Radtour

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Jetzt kann es auf Radauslug gehen: Céline-Marie hat ein spezielles Rollstuhlfahrrad bekommen. Bruder Sebastian und Mama Kornelia freuen sich mit der Zehnjährigen. Foto: Kinkel

Stolberg-Breinig. Wenn Familie Comuth auf Fahrradtour geht, dann sieht das so aus: Sohn Sebastian fährt mit Papa Andreas. Tochter Céline-Marie und Mutter Kornelia müssen dann zuhause bleiben. Es ist nicht so, dass sie keine Lust hätten mitzufahren. Sie konnten es bislang nicht. Céline-Marie leidet am seltenen CFC-Syndrom (Cardio-Fazio-Cutanes).

Dieser Gendefekt führt bei ihr zu schwersten Beeinträchtigungen insbesondere am Herzen, an der Haut und an der Muskulatur. Schon vor einiger Zeit ist auch noch eine therapieresistente Epilepsie hinzugekommen. Da Céline-Marie eine gestörte Mundmotorik hat, kann sie nicht sprechen.

Eine Rundum-Versorgung ist da unerlässlich, eigenständiges Fahrradfahren geht natürlich überhaupt nicht, und das Stückchen Lebensqualität, das die Zehnjährige jetzt geschenkt bekommen hat, bezeichnet die Krankenkasse schlichtweg als „Luxus-Artikel“. Zugegeben, teuer wie ein eben solcher ist es, das neue Rollstuhlfahrrad, auf dem das Mädchen gerade sitzt. Aber die Freude über das heiß ersehnte Rollstuhlfahhrad ist bei Céline-Marie und ihrer Familie so groß, dass sie mit Geld gar nicht aufzuwiegen wäre.

Der letzte Donnerstag war für Familie Comuth ein ganz besonderer Tag: Das lang erwartete Fahrrad wurde geliefert und steht nun für die erste Probefahrt bereit. Ermöglicht wurde dies durch die Aktion „Kindertraum“ aus Hannover, die schwerkranken Kindern Herzenswünsche erfüllt. Gerde für schwer körperlich und geistig behinderte Kinder ist ein Rollstuhlfahrrad ein Traum. Die Kleine und ihre Eltern haben durch die Erkrankung kaum Möglichkeiten, am sozialen Leben teilzunehmen. Aber die Familie möchte Céline-Marie bei ihren Aktivitäten nicht ausschließen. Umso wichtiger und größer wurde der Wunsch nach einem Rollstuhlfahrrad.

Nun kann der Rollstuhl einfach vor das Fahrrad gekoppelt werden und die Eltern haben das erkrankte Kind immer im Blick. Bei Ausflügen in der bergigen Stolberger Landschaft hilft ein zuschaltbarer Motor. „Wir sind so unglaublich dankbar, dass es Menschen gibt, die uns hier unterstützen, denn alleine könnten wir unserer Tochter diesen Wunsch nicht ermöglichen“, freut sich Kornelia Comuth.

Viele Förderer helfen mit

„Nur mit Hilfe vieler Förderer, die bereit sind für die gute Sache zu spenden, ist es uns möglich, die Herzenswünsche kranker Kinder zu erfüllen. Wir danken allen Spendern, aber auch der Organisation ‚wünschdirwas‘ aus Köln, die einen zusätzlichen Beitrag zur Finanzierung dieses Hilfsmittels von 1000 Euro beisteuerte“, sagt Stefanie Schmeling-Vey, Projektmitarbeiterin von Aktion Kindertraum.

Bereits über 1500 Herzenswünsche hat Aktion Kindertraum seit 1998 erfüllt. Diese reichen von Spielzeug über Promitreffen, bis hin zu Therapieanfragen oder auch Hilfsmitteln, die nicht von den Krankenkassen finanziert werden. Wer Kinder oder auch Jugendliche kennt, die einen Wunsch auf dem Herzen haben „oder unsere Arbeit unterstützen möchte, stehen viele Wege offen, sich mit uns in Verbindung zu setzen“, so Schmeling-Vey – zum Beispiel unter Telefon 0511/2110215.

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