Menschen Gala Freisteller

Elf Förderklassen für Flüchtlingskinder

Von: akas
Letzte Aktualisierung:
13800268.jpg
Speziell gefördert: An der Hermannschule gibt es ein Pilotprojekt der Städteregion für Flüchtlingskinder. Foto: Michael Grobusch

Stoblerg. Die Zahl der Stolberg zugewiesenen Flüchtlinge nimmt ab. Das macht sich auch in der Schullandschaft bemerkbar. „Zurzeit kommen relativ wenig neue Schüler mit Sprachförderbedarf in Stolberg an“, teilte Petra Jansen, Leiterin des städtischen Schulverwaltungsamtes, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Aktuell werden in Stolberg 168 Jungen und Mädchen in Sprachförderklassen, auch internationale Förderklassen genannt, unterrichtet. Die Zahlen stammen aus der aktuellsten Erhebung der Stadt vom vergangenen Dezember.

Sprachförderklassen richten sich an schulpflichtige Kinder aus dem Ausland, die nur über geringe oder keine Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Ziel ist, dass die Schüler in Deutsch so intensiv gefördert werden, dass spätestens nach zwei Jahren ein vollständiger Übergang in eine Regelklasse möglich ist. Dieser kann auch mitten im Schuljahr erfolgen.

„Es ist also viel Bewegung in den Klassen“, sagt Jansen. Welche Kinder, die neu in Deutschland leben, einen besonderen Förderbedarf haben, entscheidet das kommunale Integrationszentrum der Städteregion Aachen. Der überwiegende Teil der Schüler sind Flüchtlinge.

18 Schüler pro Klasse

Im Regelfall bestehe eine Förderklasse aus maximal 18 Schülern, erklärt Jansen. An der Ganztagshauptschule Kogelshäuserstraße sei die Aufnahmekapazität, so Jansen, wegen Platzmangels jedoch auf 15 Schüler pro Klasse begrenzt worden. An der Schule gibt es zwei Förderklassen mit aktuell zwölf und 15 Schülern. Ähnlich gestaltet sich das Bild an der Realschule Mausbach.

Hier lernen in zwei Klassen insgesamt 36 Seiteneinsteiger gezielt die deutsche Sprache. Ebenfalls zwei Förderklassen wurden am Ritzefeld-Gymnasium eingerichtet. Dort besuchen 32 Schüler mit besonderem Sprachbedarf den Unterricht. Am Ritzefeld-Gymnasium und an der Hauptschule Kögelshäuserstraße sind damit noch einige wenige Plätze in den Klassen frei.

Sollten die Zahlen der Neuankömmlinge wieder steigen, werde die Stadt überlegen, eine weitere Förderklasse einzurichten. Doch: „Im Moment geht es noch auf“, sagt Jansen.

Die meisten Neuankömmlinge werden am Berufskolleg Stolberg/Simmerath unterrichtet. Fünf internationale Förderklassen wurden in den vergangenen Jahren eingerichtet. Diese werden aktuell von 73 Schülern besucht. Schulträger ist in diesem Fall nicht die Stadt Stolberg, sondern die Städteregion Aachen. Platz wäre theoretisch für 90 Schüler.

Anders als an den weiterführenden Schulen, werden Grundschüler alle gemeinsam unterrichtet. Mit einer Ausnahme: An der Hermannschule lernen die Kinder im Rahmen eines Pilotprojekts der Städteregion an zwei Tagen in der Woche in einem Intensivkurs Deutsch.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert