Stolberg - Eingangsklassen: Nächste Runde für die Grundschulen

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Eingangsklassen: Nächste Runde für die Grundschulen

Von: gro
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Stolberg. Die Gespräche über die Zukunftsplanung für die Stolberger Grundschulen gehen heute in die nächste Runde.

Einmal mehr werden am Nachmittag die Leiterinnen der zehn Einrichtungen im Stadtgebiet, Vertreter der Verwaltung sowie die Moderatoren des städteregionalen Bildungsbüros zusammenkommen, um über die Umsetzung des 8. Schulrechtsänderungsgesetzes und somit über die Anzahl und Größe der Eingangsklassen in der Kupferstadt zu diskutieren.

Zwar hatten sich die Verantwortlichen Anfang Dezember auf einen Kompromiss für das Schuljahr 2014/15 geeinigt, der – unter anderem – in Mausbach eine Einzügigkeit und an der Grüntalschule eine zusätzliche dritte Klasse vorsieht. Eine längerfristige Regelung aber gibt es weiterhin nicht – wobei einige Schulleiterinnen diese aufgrund der schwankenden Schülerzahlen auch gar nicht für nötig bzw. nicht für möglich halten.

Dazu hatte das Schulverwaltungsamt noch im März eine gänzlich andere Position eingenommen und für den Schulausschuss eine Vorlage erarbeitet, in der die Absenkung der Zügigkeit an mehreren Standorten als „mit großer Wahrscheinlichkeit unumgänglich“ eingestuft worden war. Nach Intervention der Leiterinnen Ute Esser (Zweifall) und Hildegard Lüttecke (Gressenich) bei der großen Koalition wurde dieser kritische Passus von der Politik im Ausschuss wieder gestrichen.

Die grundsätzliche Problematik ist somit weiterhin ungelöst. Weil die Gesamtschülerzahl sinkt, wird die Zahl der Klassen in absehbarer Zeit zurückgehen (müssen). Zugleich gibt es einen Bedarf an zusätzlichen und kleineren Klassen im schwierigen sozialen Umfeld der Innenstadt. Der wiederum kann nur befriedigt werden, wenn in den Außenbezirken Eingangsklassen entfallen – aller Voraussicht nach selbst für den Fall, dass außerhalb der Stadtgrenzen wohnhafte Kinder auch weiterhin uneingeschränkten Zugang zu den Stolberger Grundschulen haben werden.

Was unter den Schulleitern für erheblichen Diskussionsbedarf sorgt, ist auch im Kreise der großen Koalition, die Anfang nächster Woche die Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit besiegeln will, dem Vernehmen nach durchaus umstritten. So darf man nicht nur gespannt sein auf das Ergebnis, das in der heutigen Runde erzielt wird, sondern auch, welches Vorgehen CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag festschreiben werden.

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