Stolberg - Eine schmucke Treppe für den Stolberger Markusplatz

Eine schmucke Treppe für den Stolberger Markusplatz

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So wird die neue Treppenanlage
So wird die neue Treppenanlage aussehen, die nach dem Abriss des maroden Feuerwehrgerätehauses (Foto) den Markusplatz mit dem alten Schulhof am Bürgerhaus verbinden wird. Plan: Büro Winterscheid/Weidenhaupt, Grafik: G. Herfs

Stolberg. In Mausbach hat die Verwaltung das getan, was sie in Büsbach versäumt hatte. Die Planungen für den Bau einer neuen Treppenanlage zwischen dem Markusplatz und dem ehemaligen Schulhof am heutigen Bürgerhaus sind mit dem Mausbacher Dorfforum abgestimmt.

„Wir haben uns für die Variante 1 ausgesprochen”, bestätigte Günter Flamm (CDU) im Ausschuss für Stadtentwicklung. Sie sieht eine diagonale Treppenführung dort vor, wo heute noch das alte Feuerwehrgerätehaus vor sich hin modert.

Die nachhaltige Lösung

Flamm, frisch gewählter stellvertretender Vorsitzender der Aktionsgruppe Eifel des europäischen Leader-Programms zur Entwicklung des ländlichen Raums, hatte sich bereits intensiv engagiert im Mausbacher Dorfentwicklungsprozess. Vor drei Jahren wurde unter Beteiligung der Bevölkerung ein umfangreiches Konzept zur Entwicklung Mausbachs sowie zur Gestaltung des Markusplatzes und seines Umfeldes erstellt. Mangels städtischer Finanzen wanderten die Pläne seinerzeit erst einmal in die Schubladen.

Dass sich die Mausbacher so intensiv mit der Entwicklung ihres Dorfes beschäftigt hatten, zahlt sich heute aus. Denn aus dem Leader-Programm fließt heute nun eine 60-prozentige Förderung in den Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses und die Gestaltung der neuen Treppenanlage. Dieses Vorhaben gilt als Vorgriff auf eine spätere, weitere Gestaltung des Dorfkernes.

Den Anstoß dazu gab allerdings nur der marode Zustand des Gerätehauses, das nach den Dorfplänen ohnehin entfernt werden sollte. Aber die für die klamme Stadt mit 50 000 Euro günstigste Lösung wäre eine Sanierung des Daches des alten Gerätehauses gewesen, das niemand mehr haben will.

Ein Abriss des Obergeschosses mit Sicherung der Erdgeschossdecke war mit 60 000 Euro, der erwünschte Totalabriss mit 90 000 Euro kalkuliert. Diesen Weg legte die Politik der Verwaltung auch ans Herz. Und dank der Leader-Förderung kann die Stadt heute mit einem Eigenanteil von rund 80 000 Euro rechnen, die nachhaltig investiert sind.

Denn sie beinhalten neben dem Abriss auch die Kosten für Planung und Bau der Treppenanlage, so dass die Gesamtkosten bei rund 160 000 Euro liegen dürften, wobei die Mehrwertsteuer nicht förderfähig ist. Verwirklicht sein muss das Projekt innerhalb von sechs Monaten nach Erhalt des Zuwendungsbescheides.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss für die Realisierung der diagonalen Treppenvariante aus, die ebenfalls aus Mausbacher Planung stammt: Andrea Winterscheid vom Büro Winterscheid/Weidenhaupt engagiert sich privat im Dorfentwicklungsprozess.

Auch für die von der IG Mausbacher Vereine bislang im Gerätehaus gelagerten Utensilien gibt es eine Lösung: Die Vereine bauen sich in der ehemaligen Pausenhalle am Bürgerhaus mit städtischer Unterstützung ein neues Lager. Sachen auswärtiger Vereine sollen anderweitig in städtischen Objekten untergebracht werden.
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