Stolberg - Eine Reise ins Universum der Musik

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Eine Reise ins Universum der Musik

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. „Konzert hoch 2” bedeutete am Samstagabend im sehr gut besuchten Industrie-Museum Zinkhütter Hof enorme Spielfreude, herausragende Virtuosität und große Musik - und zwar im Doppelpack.

Mit dem Instrumentalverein Eilendorf und dem Musikverein Hahn waren gleich zwei sinfonische Blasorchester in die Kupferstadt im Aachener Land gekommen, um dem Publikum ein qualitativ hochwertiges sowie vielseitiges Programm zu präsentieren.

Den Anfang des beeindruckenden musikalischen Stelldicheins machte der Musikverein Hahn, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Unter der Leitung von Wim Brils brachten die Musiker Stücke aus ihrem Jubiläumsprogramm zu Gehör und entführten das Publikum zunächst in die USA.

Eine Bahnfahrt durch die schier unendlichen Weiten des Staates „Oregon” ist das Thema der gleichnamigen Musik von Jakob de Haan. John Lennons „Imagine” im Arrangement von Takahashi Hoshide folgte, bevor das Orchester mit Duke Ellington in den Frühling swingte und durch Elan und Dynamik zu überzeugen wußte, um sich daraufhin der Leinwand zu widmen.

Der bekannte Film „Die glorreichen Sieben” verdankt seinen Status als cineastisches Meisterwerk nicht zuletzt der faszinierenden Musik, die die Helden um Yul Brynner begleitet, und die Musiker versetzten die Gäste grandios in die Filmhandlung. Sie entlockten ihren Instrumenten leidenschaftlich Latein-amerikanische Töne, indem sie Afred Reeds „El Camino Real” präsentierten und beendeten den ersten Teil des Abends mit zwei Zugaben. So entließ „Es waren zwei Königskinder”, das von Teilen des Orchesters auch eindrucksvoll gesungen wurde, das Publikum in die Pause.

Nun nahm der Instrumentalverein Eilendorf das Publikum mit auf „Eine Reise ins Universum”. Marc Doomen dirigierte „Corona” von Wim Laseroms und das Große Orchester ließ den zarten Strahlenkranz der Sonne imposant im Zinkhütter Hof erscheinen. In Rossano Galantes variationsreichem und mit vielen Höhepunkten gespicktem Stück „Raise of the son” verglichen die Eilendorfer Musiker das Aufwachsen des Sohnes mit dem Aufgehen der Sonne und begaben sich anschließend an Bord der Apollo 11. „Cap Kennedy” von Serge Lancen beschreibt die erste bemannte Mondmission vom Countdown bis hin zur triumphalen Landung, und da Orchester wie Publikum einmal auf dem Mond angelangt waren, durfte dort auch getanzt werden.

Andrea Ravizza arrangierte den „Moondance” des Sängers Van Morrison, den der Instrumentalverein mitreißend intonisierte und die Reise ins Universum abschloss. Schwungvoll präsentierten die Musiker noch ein Potpourri aus Welthits der Gruppe Abba, bevor das euphorische Publikum auch von Eilendorfern zwei Zugaben einforderte. Bobby Hebbs Song „Sunny” setzte nach gut zwei Stunden den glänzenden Schlusspunkt eines Konzerterlebnisses auf doppelt hohem Niveau.
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