Ein wehmütiges Glanzlicht aus St. Petersburg

Von: Dirk Müller
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Der Kammerchor „Okrowenije” (Offenbarung) aus St. Petersburg begeisterte das Publikum in Mausbach mit seiner emotionsgeladenen Präsentation geistlicher Musik russischer Komponisten. Foto: D. Müller

Stolberg-Mausbach. Lieder, die von Herzen kommen und die Seele berühren, präsentierte am Freitagabend der Kammerchor „Oktrowenije” (Offenbarung) aus St. Petersburg in der Pfarrkirche St. Markus.

Das Repertoire des Chors umfasst auch russische Romanzen und Volksmusik, aber in Mausbach begeisterten die zwölf Damen und Herren unter der Leitung von Irina Kozyreva das Publikum ausschließlich mit geistlicher Musik russischer Komponisten. Seit 1991 besteht der Kammerchor, der seitdem mehrfach neben Deutschland in Ländern wie der Schweiz, Belgien, Finnland und Frankreich auf Tournee war und in Montreux beim Chormusikfestival schon zweimal mit dem Eh-rendiplom ausgezeichnet wurde.

Stimmgewaltig verzauberte „Oktrowenije” die Zuhörer mit Liedern von Alexander Andrejewitsch Archangelski, Pawel Tschesnokov und Dimitrij Stepanowitsch Bortnjanskij, der mit seinen Werken eine Synthese aus italienischem und orthodoxem Stil schuf. Dem Kammerchor gelang es eindrucksvoll, das Publikum in die Ferne des faszinierenden Russlands zu entführen, in die Weite der Taiga ebenso wie in die weißen Nächte von St. Petersburg. Überaus atmosphärisch dicht transportierte „Oktrowenije” eine Fülle von Emotionen, während der Chor imposant die Liebe zu Gott besang.

Getragen von immenser Leidenschaft intonierten die russischen Sängerinnen und Sänger Werke von Michail Ippolitov-Ivanov sowie den großen Sergei Wassiljewitsch Rachmaninov und Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Von Gemütslagen der russischen Seele wie Sehnsucht und Wehmut über träumerische, besinnliche und romantische Lieder bis hin zu kraftvoller Hoffnung und Glaubensstärke - „Oktrowenije” offenbarte die internationale Verständlichkeit der „Sprache Musik”, der es gelingen kann, die Emotionen der Lieder mit russischem Text auch dem deutschen Publikum hervorragend zu vermitteln.

Voller Hingabe sang der Kammerchor zu Ehren Gottes Werke Volgins, Petrovs, Tretjakovs, Schwedovs und Bogomolovs, bevor ein wahrer Beifallsturm in St. Markus ausbrach, mit dem die Zuhörer sich zurecht für ein musikalisches Glanzlicht internationalen Spitzenniveaus in Mausbach bedankten.
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