Ein Symbol für die Einheit aller Frauen der Welt

Von: Israa Hamadache
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Anh-Thu, Sabine Wagner, Ria Geis, Claudia Jones Khairunnissa Mazeena Ismail, Jasmin Rathcha, Lieu Ngyen, Anh-Xuan. Foto: I. Hamadache

Stolberg. Ihr konnte auch der Regen nichts anhaben: Die zwei Meter hohe und 700 Kilogramm schwere Betonskulptur an der Eschweilerstraße ist am Montag eingeweiht worden. Sie soll die Einheit der Frauen aller Welt symbolisieren.

Auf diesen Akt warten die multikulturelle Frauengruppe, sowie Künstler Sebastian Schmidt, die das Projekt initiiert haben, schon lange: Die Skulptur steht seit etwa einem Jahr an diesem Standort.

Die Figur, die zwei sich umarmende, in einem Ring sitzende Frauen zeigt, ist im Rahmen von „Soziale Stadt Velau/Auf der Müh­le“ in Zusammenarbeit mit dem Werk- und Bildungszentrum „Bleiberger Fabrik“ entstanden.

Die Skulptur wurde schon vor drei Jahren fertiggestellt, stand dann aber eine lange Zeit in einer Fabrik, wo sie der Öffentlichkeit nicht zugänglich war. Zu schade für dieses Kunstwerk, wie man findet: Der Blickfang soll das Bild der Ortschaft verbessern und ist nur eines der vielen Projekte in diesem Rahmen, zu denen beispielsweise auch die Lichtskulptur an der Kogelshäuserschule gehört.

Um das Kunstwerk wieder in Schuss zu bringen, musste das Team um die Frauen Lieu Nguyen, Sabine Wagner, Khairunnissa Mazeena Ismail, Ria Geis, Claudia Jones und Jasmin Ratcha noch einmal ran: An Ort und Stelle wurde gespachtelt, neu gestrichen und restauriert, wo es nötig war. Dafür haben sich die Beteiligten über drei Wochen hinweg, fünfmal die Woche, zum gemeinsamen Werken getroffen. Das Ergebnis soll den Fokus des allgemeinen Interesses auf die Gestaltung des öffentlichen Raums lenken.

Mit dieser Idee wurde das übergreifende Projekt „Skulpturenstraße“ von der Arbeitsgruppe Wohnen und Wohnumfeld auf die Beine gestellt. Willy Seyffarth, Fachbereichsleiter, sowie Wolfgang Joußen, zwischenzeitlicher Stadtteilmanager und ebenfalls in den Projekten engagiert, zeigten sich bei der Einweihung erfreut. „Der Prozess ist erfolgreich abgelaufen, wenn auch nicht immer einfach“, schmunzelt Joußen. „Wir mussten viel planen, weil viele von uns Kinder haben, die zur Schule gebracht werden müssen. Wir haben es aber geschafft, uns aufeinander abzustimmen und freuen uns über das Ergebnis“, ergänzt Ria Geis.

Die Initiative der ‚Interessengemeinschaft Frauen’ zeigt vorbildlich, dass die Gestaltung des öffentlichen Raumes die Aufgabe jedes Einzelnen ist und durch Zusammenarbeit und Motivation realisierbar ist.

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