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Ein Modell für die Zukunft der Dörfer

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Bei den Wettbewerben „Unser Dorf hat Zukunft” bestimmte der demografische Wandel und leere öffentliche Kassen bereits die Diskussion über die Zukunft des ländlichen Raumes - in Stolberg beispielsweise in Breinig, Büsbach, Vicht und Mausbach.

Wie die weitere Entwicklung aktiv (mit)gestaltet werden kann, damit beschäftigt sich ein Modellprojekt des Bundes, das die Städteregion federführend mit den Kreisen Düren und Euskirchen durchführt - deckungsgleich mit dem nordrhein-westfälischen Teil der Zukunftsinitiative Eifel, die bereits auf der ITB in Berlin den demografischen Wandel als einen Tätigkeitsschwerpunkt herausgestellt hatte.

Mit dem Aktionsprogramm „Regionale Daseinsvorsorge” soll eine Strategie entwickelt werden, die nicht nur das Grundverständnis des demografischen Wandels vertieft und die soziale Trennung zwischen den Generationen vermeiden hilft, sondern auch Kooperationen weckt bzw. stärkt sowie Versorgungseinrichtungen und deren Erreichbarkeit auf dem Land sichert und stabilisiert.

Heute berät der städteregionale Wirtschaftsförderungsausschuss über das auf 18 Monate ausgelegte und bundesfinanzierte Projekt, das nach intensiver Vorbereitung in Kürze in die öffentliche Phase gehen wird. „Es bedarf der Diskussion über die Möglichkeiten, um in der Konsequenz neue Allianzen zur Gestaltung und Entwicklung der eigenen Heimat einzugehen”, sagt Regionalplanerin Ruth Roelen.

Mit den Bürgern soll anhand der persönlichen Betroffenheiten diskutiert und gemeinsam nach Lösungswegen gesucht werden. „Ziel ist, konkrete Handlungen zur Daseinsvorsorge in den Städten und Gemeinden durchzuführen und durch die politischen Gremien beschließen zu lassen”, weist Roelen daraufhin, dass das Aktionsprogramm insbesondere auch für Stolberg von großer Interesse ist.

Zunächst wird die regionale Daseinsvorsorge modellhaft in den drei Nordeifel-Kommunen erprobt, um anschließend auf das gesamte Gebiet der Städteregion angewendet zu werden.

Der Stolberger Stadtrat hatte sich bislang nicht durchringen können, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eigene strategische und konzeptionelle Überlegungen zur Zukunftsgestaltung der Kupferstadt anzustellen.

Verknüpft ist Aktionsprogramm zur Daseinsvorsorge mit einem weiteren Interreg-Projekt, das im Rahmen von Technologietransfer und der Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter für die Eifelregion der Herausforderung des Fachkräftemangels im ländlichen Raum begegnen soll.
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