Ein Mehr an Lärmschutz für das Sportzentrum Breinig gefordert

Von: -jül-
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Stolberg-Breinig. „Wir gönnen dem Spielverein das Sportzentrum und wir wollen es nicht kaputt reden”, betonten Breiniger auf der Bürgeranhörung zur Planung, „aber es müssen auch vernünftige Lösungen her, die die Interessen der Anwohner berücksichtigen.”

Lärmschutz, Zufahrt und die Trasse einer möglichen Umgehungsstraße machten den Einwendern die größten Sorgen. Maßnahmen zum Lärmschutz seien sehr dürftig, nach Nordwesten hin seien keine Vorkehrungen vorgesehen, und zwischen der bestehenden Tribüne und dem neuen Vereinsheim könnten sich die Schallemissionen potenzieren.

Erschwerend kommt aus Sicht der Bürger hinzu, dass zukünftig der gesamte Spielbetrieb des SV Breinig auf das Sportzentrum konzentriert werde, so dass durch die zahlreichen Mannschaften vom Nachmittag bis Abend bei Training und Spielbetrieb eine kontinuierliche Lärmkulisse herrsche. In diesem Bereich müsse die Planung nachgebessert werden.

Parkplätze nicht ausreichend

Zweifel herrschten auch an der Auch die Zufahrt und Parkplatz-Situation des Sportzentrums sei unbefriedigend. Trotz rechnerisch ausreichender Breite eigne sich der Stichweg nicht, um die Erschließung der gesamten Anlage bewerkstelligen zu können, Fraglich sei, ob dieser Rettungsweg in der Praxis offen gehalten werden könne, so dass eine Verlängerung des Weges zum Wingertsberg angeregt wurde.

Und bei 300 erwarteten Zuschauern bei Meisterschaftsspielen der ersten Mannschaft seien die zukünftig angebotenen 140 Stellplätze nicht ausreichend. Schon heute sei das gesamte Umfeld bis in die Corneliastraße zugeparkt, wenn in der Landesliga der Ball rolle.

Kritisiert wurde auf der Anhörung auch das ersatzlose Streichen der Trasse für eine Ortsumgehung Breinigs aus dem Flächennutzungsplan. Sie müsse erhalten oder verlegt werden, bevor ein Sportplatz darüber geplant werde, lauteten Forderungen.

Die Verwaltung wies daraufhin, dass die aufgrund von Erhebungen aus den 1970er Jahren geplante Trasse aktuell im Rahmen der Untersuchungen zu einer Westtangente auf ihre Bedeutung und zukünftige Führung neu zur Diskussion stehe und den heutigen Verkehrsanforderungen angepasst werden solle. Dazu biete derzeitiges Planungsrecht auch andere Wege.

Niedrigere Bebauung

Ein Mangel an Parkplätzen monierten die Breiniger auch bei der zweiten zur Diskussion stehenden Planung für das Neubaugebiet Corneliastraße, das im Bereich des alten Sportplatzgeländes entstehen soll und mit zur Finanzierung des Sportzentrum dient.

Die bei der Planung angenommene Zahl von maximal zwei Fahrzeugen pro Wohneinheit stimme mit heutigen Realitäten nicht überein, somit sei die Zahl der öffentlich und privat vorgesehenen Stellplätze nicht ausreichend.

Moniert wurde weiterhin die vorgesehene Zweigeschossigkeit der geplanten Bebauung zur Corneliastraße hin, die aufgrund der vorhandenen Höhenunterschiede im Gelände noch gravierender ausfalle; die Bauhöhe solle dort reduziert werden.

Geprüft werden solle außerdem, ob ein Grüngürtel zur Rudolfstraße hin erhalten bzw. geschaffen werden könne, denn Anlieger hatten das Empfinden, dass die neuen Nachbarn ihnen zu nahe rücken könnten.

Weitere Anregungen können bis zum 26.Juni bei der Verwaltung eingereicht werden.
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