Ein grandioser Auftritt als Hommage an die Heimatstadt

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
sonntag-bild
„Peter Sonntag (2.v.r.) and Friends” sorgten mit ihrer faszinierenden Musik für ein ganz besonderes Konzerterlebnis bei ihrem Heimspiel in der Stolberger Altstadt. Foto: D. Müller

Stolberg. Es war ein Abend von Freunden für Freunde, und zugleich ein musikalischer Hochgenuss der Extraklasse, den die Gäste in der Musikkneipe „Piano” am Samstag in der Stolberger Altstadt erlebten.

Denn wenn es klingt, als stünden Jimi Hendrix und Frank Zappa gemeinsam auf der Bühne, um in unvergleichlicher Weise Aram Khatchaturians „Säbeltanz” zu intonieren, dann sind es „Peter Sonntag and Friends”, die in der Kupferstadt ihr „Heimspiel” geben.

Die „Friends”, die Bass-Guru Peter Sonntag um sich scharte, sind Stolberger Musiker seiner Band „Final Virus” und standen musikalisch nicht eine Sekunde im Schatten des Ausnahmebassisten. Als virtuose Einheit auf höchstem Niveau präsentierte das Quartett neben Eigenkompositionen instrumentale Rockmusik, die psychedelische Einflüsse experimentell, jazzig und innovativ auf bekannte Klassiker projizierte.

Begann das Konzert noch mit dem furiosen Bass-Solo „For You” - Sonntags Hommage an das Kupferstädter Publikum -, so kristallisierte sich im weiteren Verlauf rasch das musikalische Vermögen jedes einzelnen „Freundes” aus dem grandiosen Gesamtgefüge deutlich heraus.

Entfesseltes Schlagzeug-Solo

Bei der Zappa-Komposition „Zoot Allures” glänzte Gitarristin Reno Schnell durch ihr präzises und leidenschaftliches Spiel, und im Irischen „Devils Dance” setzte Max Sonntag, der Sohn des Kultbassisten, mit einem entfesselten Schlagzeug-Solo enorm kraftvolle Akzente.

Multi-Instrumentalist Markus Plum überzeugte am Keyboard ebenso wie mit Trompete und Posaune, die dem Moody Blues Klassiker „Nights in white satin” einen ganz besonderen Stempel aufdrückte.

Songs wie „Epitaph” von King Crimson oder „A day in a life” der Beatles wurden vom begeisterten Publikum frenetisch gefeiert, und die Interpretation des „Mission Impossible Theme” fiel dank ihres außergewöhnlichen Arrangements schlichtweg in die Kategorie „unglaublich”.

„Wir bringen alle unsere eigenen musikalischen Einflüsse mit in die Bearbeitungen der Stücke ein und spielen so die alten Klassiker eine Ecke moderner”, erklärte Max Sonntag.

Der Junior, den Peter Sonntag halb scherzhaft als seine talentierte Rentenversicherung bezeichnet, mag mit „Slipknot” die härtere Gangart, hört aber auch gerne Französischen Hip Hop. Mit dem eigenen Vater in der Band zu spielen funktioniere erstaunlich gut, meint Max Sonntag: „Das liegt wohl am gleichen Blut.”

Einer der vielen Höhepunkte des Konzerts war eine stimmungsvolle Version von „Hey Jude”, das von den Gästen lautstark skandiert wurde. Der temperamentvolle Gastauftritt von Hermann-Josef „Jo” Schulte, der zu irischen Weisen die Geige spielte und sich fantastisch in die Reihe der „Friends” einfügte, komplettierte das unvergessliche Livemusik-Erlebnis „Made in Stolberg”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert