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Ein erstes Ja zum Sportplatz Breinig

Von: -jül-
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Stolberg. „Die Durchführung des Projektes Sportplatz Breinig ist vertretbar”: Das erklärt die Kommunalaufsicht der Städteregion gegenüber der Oberen Kommunalaufsicht in Köln - allerdings ausschließlich unter dem Aspekt der Auswirkungen auf die Finanz- und Ergebnisrechnung sowie die Bilanz der Stadt.

Damit nimmt das Vorhaben lediglich eine von vielen weiteren Hürden auf dem Weg zu einer möglichen Realisierung. Es wird erwartet, dass nach der Bezirksregierung sich auch das Innenministerium des Projektes annimmt, bei dem die drohend überschuldete Stadt die Investition mit bis zu 100 Prozent aus den erwarteten Verkaufserlösen des alten Sportplatzgeländes unterstützen möchte.

Zwar entstünden in einem nicht unerheblichen Zeitraum Aufwendungen für die Stadt, allerdings sei diesen die Differenz zwischen dem voraussichtlich zu realisierende Erlös aus dem Verkauf und dem Buchwert entgegen zu halten, erklärt die Kommunalaufsicht bei ihrer Analyse der Buchungsvorgänge. Zudem würden die „ansonsten notwendigen Sanierungsmaßnahmen für die alte Anlage nicht anfallen”. Der Stadt sei es möglich, eine neue Sportanlage ohne Aufnahme von Krediten zu finanzieren. Darüber hinaus entstünden Vorteile durch die neuen Bewohner in dem zukünftigen Baugebiet, die „monetär nicht zu beziffern” seien. Außerdem werde durch die Verlagerung des Spielbetriebes auf die neue Anlage die Sportlärmproblematik „deutlich entschärft”.

Zwei Alternativen der Gesamtinvestition mit einem Volumen von 1.919.702 Euro hat die Kommunalaufsicht beleuchtet: die Sportfunktionsräume stehen entweder im Eigentum des SV Breinig oder in dem der Stadt. Der erste Fall belastet für Abschreibung und Unterhalt die Ergebnisrechnung der Stadt 15 Jahre lang mit 89.757 Euro sowie 35 Jahre lang mit 31.758 Euro, was in der Summe 2,458 Millionen Euro ausmacht. Im zweiten Fall sind es 111.043 bzw. 51.383 und in der Summe 3,456 Millionen Euro. „Dem gegenüber stehen die zu erwartenden, aber nicht konkret zu beziffernden Vorteile, die aus der Entwicklung des neuen Baugebietes durch mögliche Zuzüge sicherlich entstehen werden”, bilanziert die Kommunalaufsicht.

Berücksichtigt werden müsse auch der Restbuchwert des alten Sportplatzgeländes, der mit 219.898 Euro beziffert wird. Erwartet werde ein Verkaufserlös von 2,2 bis 2,5 Millionen Euro, so dass ein positives Ergebnis von mindestens 1,78 Millionen Euro erwartet werden könne.

Bei einem Verzicht auf das Projekt unterstellt die Kommunalaufsicht eine Verpflichtung der Stadt, die bestehende Sportanlage zu sanieren. Der Aufwand betrage mindestens 375.000 Euro für eine Grundsanierung der Plätze, der Erneuerung der nicht standfesten Ballfang- sowie der veralteten Beregnungs- und Flutlichtanlage; darüber hinaus weise das Sportheim erhebliche Verkehrssicherungsmängel auf. Weiterhin gibt die Kommunalaufsicht der Städteregion zu bedenken, dass ohne eine Realisierung des Sportplatz-Projektes auf lange Sicht ein Verkauf des Geländes ausscheide, eine isolierte Vermarktung der Flächen neben den Aschenplätzen nicht sinnvoll erscheine und somit ein Ertrag erst gar nicht entstehe. Außerdem bliebe das Sportlärmproblem bestehen.
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