Eigentümer will auf eigene Kosten zur Straßensicherung beitragen

Von: Robert Flader
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Trotz Gabionen, Tempo 30-Markierung und Vorfahrtsschild ein Nadelöhr: Anwohner der Straße Krewinkel sind mit den bisherigen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen nicht zufrieden. Foto: R. Flader

Stolberg. Kehrtwende im Berliner Stil: Erst wurden die Bremsschwellen („Berliner Kissen”) nach und nach aus dem gesamten Stadtgebiet entfernt, so dass zuletzt nur noch zwei Exemplare an der Frankentalstraße zu besichtigen waren. Nun sollen sie eventuell wieder aufgebaut werden.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) berät in seiner nächsten Sitzung am 13. Januar darüber, ob in der Ortslage Krewinkel ein solches verkehrsberuhigendes Mittel wieder installiert werden könnte, um Raser zu stoppen und die Straße damit vor allem für Kinder sicherer zu machen.

Kissen oder Gabione?

Interessant ist dies besonders vor dem Hintergrund, dass es sich um eine Privatinitiative eines Anliegers handelt, der auf eigene Kosten vor seinem Haus ein solches „Kissen” in die Fahrbahn der Straße Krewinkel einbauen lassen will. Die ersten Versuchsprojekte mit Bremsschwellen wurden bundesweit Ende der 1980er Jahre durchgeführt.

Aktuell ziert vor dem Haus des Antragsstellers noch eine Gabione den Fahrbahnbereich, die im Falle einer Kissen-Installierung wieder zu entfernen sei, wie es in der entsprechenden Verwaltungsvorlage heißt. Die Kosten für eine Bremsschwelle im Berliner Stil werden auf 2500 Euro taxiert.

Zunächst wurde in der ASVU-Sitzung am 7. Oktober vereinbart, dass die Anwohner des Krewinkels im Rahmen einer Testphase an ausgewählten Stellen der Straße Krewinkel in Eigenregie Gabionen zur Verkehrssicherung und Einhaltung der Tempo 30-Regelung aufstellen. Doch diese Maßnahme hätte nicht an allen Stellen den gewünschten Erfolg erzielt, klagte der Anwohner, der den Antrag für ein „Berliner Kissen” stellte.

Fahrbahn nicht weiter verengen

Von diesem Vorschlag wich er zwar kurze Zeit später wieder ab und bat darum, die Gabione, die er auf seinem Grundstück, unmittelbar an der Grenze zur städtischen Straßenparzelle, ein Stück weiter, also in die Straßenparzelle hinein versetzen zu dürfen, um den Fahrbahnquerschnitt zu verringern und einen Fahrbahnversatz zu schaffen.

So müssten die Kraftfahrzeuge automatisch langsam fahren. Doch diesem Vorschlag wurde von Verwaltungsseite aufgrund von entstehenden Verkehrssicherheitsproblemen letztlich nicht zugestimmt.
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