Stolberg - Ehemaliges Atscher Pfarrhaus wird neu genutzt

Ehemaliges Atscher Pfarrhaus wird neu genutzt

Von: Michael Grobusch
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Noch wird gearbeitet vor und im ehemaligen Atscher Pfarrhaus. Die Außenwohngruppe des Agnesheimes hat ihre neue Bleibe aber dennoch schon bezogen. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Wenn die Zeit knapp wird, muss es auch schon mal etwas schneller gehen. Kornelia Stöcker weiß das ganz genau. Die Leiterin des SkF-Agnesheimes steckt mit ihrer Einrichtung mitten in einer Umbau- und Umstrukturierungsphase.

Und weil das umfangreiche Projekt derzeit dem im Ablaufplan festgelegten Tempo nicht ganz folgen kann, ist mitunter Improvisationstalent gefragt. Die Bewohner der Gruppe 3 haben das in diesen Tagen bewiesen. Obwohl Teile der Einrichtung im ehemaligen Atscher Pfarrhaus noch fehlen, haben die acht Jugendlichen ihre neue Bleibe in der Pastor-Keller-Straße schon bezogen. „Am Anfang war die Euphorie groß, nach dem Umzug gab es dann auch mal Spannungen, weil noch nicht alles fertig ist”, beschreibt Stöcker die Stimmungslage der ersten Tage.

Eingewöhnung immer besser

Immer besser aber gelingt mittlerweile die Eingewöhnung, was sicherlich auch daran liegen dürfte, dass das grundrenovierte Haus den 15- bis 17-Jährigen im Vergleich zur Unterkunft im Haupthaus am Großen Rad weitaus mehr Raum und Möglichkeiten bietet. Drei Etagen mit insgesamt rund 250 Quadratmetern stehen der achtköpfigen Gruppe und ihren fünf Betreuern zur Verfügung. Hinzu kommt ein großer Garten, den die Bewohner überwiegend in Eigenregie unterhalten werden. Das Wichtigste aber sind die Zimmer: „Jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer. Das gibt ein ganz anderes Lebensgefühl, wenn man eine Türe hat, die man hinter sich zumachen kann”, weiß Kornelia Stöcker.

Die Leiterin war es, die den entscheidenden Kontakt zur Großpfarre St. Lucia herstellte. Denn seit dem Tod des letzten Atscher Pastors Heinz-Arnold Heinrichs im Januar 2009 stand das Haus gegenüber der Pfarrkirche St. Sebastianus weitgehend leer. Lediglich das Erdgeschoss wurde noch als Pfarramt genutzt. Anfang des Jahres erzielten der Sozialdienst katholischer Frauen und die Pfarre St. Lucia Einigkeit über einen Mietvertrag, im März wurde mit den Renovierungsmaßnahmen, an denen sich auch die Vermieterin beteiligt hat, begonnen. „Vorher war hier alles sehr dunkel und altertümlich. Jetzt bestimmen helle Farben und viel Licht das Ambiente”, ist Stöcker mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Das trifft auf die Bewohner prinzipiell auch zu, wenngleich sie zunächst lernen müssen, die neuen Möglichkeiten zu genießen. „Für die Jugendlichen ist der Umzug mit Veränderungen verbunden, an die sie sich gewöhnen müssen”, betont Kornelia Stöcker. Das Umfeld ist neu, der Schulweg hat sich geändert, die Einkaufsmöglichkeiten sind etwas schlechter, und nicht zuletzt fehlen eben auch noch verschiedene Möbel für ein uneingeschränktes Wohlbefinden. In zwei bis drei Wochen sollen diese Anfangsschwierigkeiten aber behoben sein.

Dann werden im Agnesheim die Bauarbeiten schon auf Hochtouren laufen. Im Mutterhaus und in der benachbarten Beratungsstelle entstehen dank der frei gewordenen Kapazitäten neue Büros und ein Medienraum. Außerdem ziehen die Tagesgruppe 1 und die Aufnahmegruppe hausintern um. Bis zum Ende der Sommerferien soll alles geschafft sein. „Wir sind pure Optimisten”, lacht Kornelia Stöcker und bleibt gelassen. Denn auch wenn es ein weiteres Provisorium geben sollte, ist sie sicher, dass am Ende alle Beteiligten von den Neuerungen profitieren werden.

Das Agnesheim des SkF verfügt über mehrere Außenstellen im Stadtgebiet. Neben der neuen Außenwohngruppe in der Atsch gibt es eine weitere in Münsterbusch. In diesem Stadtteil befinden sich auch eine Jugendwohngemeinschaft, die 2010 eröffnete Notschlafstelle und eine Mädchengruppe. Zwei weitere Außengruppen gibt es in Roetgen und Monschau.
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