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Drei kranke Wildschweine: Veterinäramt warnt

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
Wildschwein Trychinen Stolberg
Ein Jäger sammelt nach einer Treibjagd erlegte Wildschweine ein. In Stolberg sind jetzt bei veterinärmedizinischen Proben von drei Wildschweinen Trichinenbefälle festegstellt worden. Foto: dpa

Stolberg. Es ist der erste Befund seit Jahren, trotzdem besteht offiziell kein Grund zur Panik: Bei drei Wildschweinen im Stolberger Raum, in der Nähe von Vicht, ist in der vergangenen Woche ein Trichinenbefund festgestellt worden.

Dies habe die Überprüfung von Fleisch bei geschossenen Tieren ergeben, wie aus einem Schreiben des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz der Städteregion hervorgeht.

Bei den Tests seien Muskelparasiten gefunden worden, die mit dem Fleischverzehr aufgenommen werden und beim Menschen zum Teil schwere Erkrankungen hervorrufen können.

Aus diesem Grund sind alle Wild- und Hausschweine in Deutschland auf Trichinen untersuchungspflichtig.

„Vollständiger Verbraucherschutz”

„Der Befund zeigt, wie wichtig die genaueste Untersuchung von Wildschweinen ist”, sagt Chefveterinär Dr. Peter Heyde. Die positiv getesteten Stücke würden unschädlich beseitigt, „um einen vollständigen Verbraucherschutz sicherzustellen”.

Trichinen seien nur unter dem Mikroskop zu erkennen. Dennoch bestehe kein Grund zur Panik, erklärt Robert Jansen vom Landesbetrieb Wald und Holz: „Solche Befunde können immer mal wieder vorkommen. Letztendlich dienen solche Ergebnisse ja nichts anderem als dem Verbraucherschutz.” Von jedem überprüften Stück würden drei Proben genommen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Kein Grund zur Sorge - nur zur Vorsicht

Fleisch vom Metzger, dem Supermarkt oder auch bei der Verkaufsstelle des Forstamtes im Hürtgenwald bleibe ohnehin „völlig unbedenklich”, ergänzt Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion. „Man sollte nur nicht Wild schießen, es heimlich in der Garage zerlegen und dann privat abgeben.”

Strenge Regelungen

Da aber alle Jäger verpflichtet seien, ihr Fleisch testen zu lassen und positive Befunde somit schnell zu erkennen seien, würde sich die Gefahrenlage auf ein Minimum beschränken. „Solche Fälle zeigen, dass hier ein Element des Verbraucherschutzes hervorragend funktioniert”, sagt Robert Jansen.

Die strengen Regelungen zur Überprüfung der Fleischhygiene nicht nur landes- und bundesweit, sondern in der gesamten EU, hätten sich bewährt.

Die Infektion mit Trinichin erfolge in erster Linie durch den Verzehr von rohem oder nicht ausreichend erhitztem Fleisch, wie etwa Mett, Tartar oder Rohwurstwaren. Jansen: „Krankheiten wie auch die Schweinepest kommen und gehen. Deshalb sollte man nicht die Jagd einstellen.”
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