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Die „Waldmeisterhütte” ist eine rasante Abkürzung

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:
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So ruhig ist es auf der „Waldmeisterhütte” in Atsch normalerweise nicht. Nur eine Baustelle in der Einmündung zur Würselener Straße minimiert derzeit ihre Funktion als schnelle Abkürzung. Foto: J. Lange

Stolberg-Atsch. Friedlich und ruhig ist es auf der Straße „An der Waldmeisterhütte” in Atsch. Kaum ein Auto nutzt diese kurze und schmale Verbindungsstraße zwischen den beiden Landesstraßen 23 und 236. Doch dieses Bild täuscht und ist nur dem Umstand eine Baustelle im Bereich der Einmündung zur Würselener Straße zu schulden.

Der normale Alltag für die Bewohner der wenigen Einfamilien- und schmucken Mehrfamilienblocks sieht ganz anders aus. Obwohl eigentlich nur noch eine Bankfiliale und ein Arzt zusätzliche Besucher anlocken, ist die „Waldmeisterhütte” die wohl meist befahrene Nebenstraße in Atsch - ähnlich wie die parrallel verlaufende Karlstraße, an der die Grundschule liegt.

Ihre Lage zwischen Würselener- und Sebastianusstraße werten die etwa 200 Meter langen Querstraßen auf zur prädestinierten Abkürzung und Umgehung des Dreiecks, der heute schon seiner Funktion als Knotenpunkt nicht nur zu Hauptverkehrszeiten längst nicht mehr gerecht wird. Es sind auch längst nicht mehr nur die ortskundigen Pendler, die mit ihren Pkw den Stau vor der Ampel umfahren oder zielgerichtet aus Richtung Verlautenheide die wenigen verbliebenen Geschäfte im Ortskern ansteuern. Es ist zunehmend der Schwerlastverkehr, der über die „Waldmeisterhütte” beispielsweise den Atscher Gewerbepark in der Hamm oder in umgekehrter Richtung die Autobahn ansteuert.

Mit einem Anteil von 8,5 Prozent kennzeichnet auch die Verwaltung den Anteil an Schwerlastverkehr für eine Wohnstraße als „überdurchschnittlich hoch”, wobei Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt auf die gezählten über 602 Fahrzeuge pro Tag für die „Waldmeisterhütte” verweist. Und von denen wird mehr als die Hälfte zu schnell über die Strecke gesteuert: 62,3 Prozent sind schneller als die erlaubten 30 km/h.

„Der gerade Verlauf und die breite Fahrbahn begünstigen ein Überschreiten der zulässigen Geschwindigkeit”, erklärt Pickhardt, der nach Anwohnerbeschwerden das Ordnungs- und das Planungsamt mit der Erarbeitung von Lösungen beauftragt hatte. Entscheiden soll nun der Verkehrsausschuss auf seiner Sirzung am 2.September über den Vorschlag, dem Verkehrsproblem mit einer Änderung der Parkmarkierungen beizukommen.

„Bauliche Maßnahmen sind auf Grund der Haushaltslage derzeit nicht realisierbar”, sagt Pickhardt. Stolberg hat kein Geld für „Berliner Kissen” genannte Aufpflasterungen, für neue Blumenbeete oder gar Pflanzkübel.

Farbe, Schilder und allenfalls Baken sind die einzig verbliebenen Waffen der Stadt im Kampf gegen Verkehrsaufkommen und Temposünder auf „Waldmeisterhütte” und Karlstraße. Eine alternierende Anordnung der Parkstreifen soll eine zu zügige Geradeausfahrt verhindern und Autofahrer zum langsamen Fahren zwingen. Die verbleibende Breite der Fahrbahn reiche aus, dass auch langsam fahrende Lkw und Pkw passieren könnten. Punktuell sollen in der „Waldmeisterhütte” an zwei Stellen die gegenüber liegenden Parkstreifen so nah zusammen gelegt werden, dass im Begegnungsfall ein Fahrzeug warten muss. Konsequenz der neuen Parkordnung ist allerdings eine Reduzierung des Angebotes von derzeit 30 auf 25 Stellplätzen. Zwei zusätzliche Parkplätze springen bei vergleichbaren Maßnahmen auf der Karlstraße heraus.
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