Die Täter wüteten in allen Räumen und legten Feuer

Von: oha
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Durch dieses eingeschlagene Fenster sind die Täter vermutlich in das Innere der Gaststätte gelangt. Anschließend wüteten sie wie die Vandalen im Haus. Foto: O. Hansen

Stolberg. Lakis Daskaludis ist am Boden zerstört. Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Sonntag in seinem Restaurant „Artemis“ an der Rathausstraße gewütet und das Lokal anschließend in Brand gesetzt. Nur weil Anwohner bemerkten, dass Rauch aus den eingeschlagenen Fenstern zog und umgehend die Feuerwehr alarmierten, brannte das Haus nicht ab. Doch die Inneneinrichtung ist völlig unbrauchbar geworden.

Kurz vor 7 Uhr am Sonntagmorgen war die Feuerwehr alarmiert worden, Die Einsatzkräfte konnte den Brand relativ rasch löschen. Aus den Wohnungen über dem Restaurant wurden fünf Personen unverletzt gerettet.

Fenster eingeschlagen

Dass das Feuer nicht etwa aufgrund eines technischen Defektes in der Küche ausgebrochen war, wurde den Einsatzkräften auf den ersten Blick deutlich. So hatten Unbekannte mehrere Fenster des Restaurantraumes eingeschlagen. „Die Täter haben im Inneren wie die Vandalen gehaust und vieles zerstört“, bedauerte Lakis Daskaludis am Montag. Angefangen bei der Kaffeemaschine bis hin zu weiteren Einrichtungsgegenständen sei alles auf den Boden geworfen worden. In der Küche hätten die Täter in unvorstellbarer Weise gewütet. Daskaludis: „Sie haben Fleisch und Fisch auf den Boden geworfen. Außerdem Konserven geöffnet und den Inhalt in der ganzen Küche auf dem Boden verteilt.“

Vom Feuer sei auch die Theke im Eingangsbereich in Mitleidenschaft gezogen worden. Dabei seien auch Rechnungen, wichtige Dokumente und das Terminbuch verbrannt worden. Reservierungen für die nächsten Tage seien ja ohnehin hinfällig geworden, aber die Korrespondenz mit den Lieferanten sei ebenfalls nicht mehr nachvollziehbar. „Wir müssen im Grund wieder ganz von vorne anfangen“, so Daskaludis.

Der Inhaber war von Nachbarn umgehend alarmiert Worden: „Bei dir brennts.“ Sofort sei er aus dem Bett gesprungen und zu seinem Restaurant gefahren. „Als ich dort ankam, waren zahlreiche Scheiben eingeschlagen und alle Lichter im Restaurant und an der Außenreklame waren eingeschaltet“, erinnert sich Daskaludis. „Das war einfach nur gespenstisch.“ Schon nach ersten Untersuchungen der Polizei war schnell klar, dass das Feuer von Brandstiftern gelegt wurde.

Die Ermittlungen der Polizei liefen derzeit diesbezüglich in mehrere Richtungen, bestätigte Dr. Jost Schützeberg, Sprecher der Staatsanwaltschaft Aachen. Dazu gehört auch, dass wenige Meter weiter in der Tedi-Filiale mehrfach Feuer gelegt wurde. In Frage kommt womöglich auch ein Racheakt an einer Beschäftigten des Restaurants.

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