Stolberg - Die Stolberger SPD demonstriert Einigkeit

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Die Stolberger SPD demonstriert Einigkeit

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
Der neue Vorstand der Stolberg
Der neue Vorstand der Stolberger SPD: Gürhan Dogan, Andrea Müller, Patrick Haas, Henrieke Hicks, Gerold Fuchs, Arndt Kohn, Martin Peters, Harry von Emelen, Turgay Sacu, Hanne Zakowski, Rosita Przybylski, Sven Dichter und Tim Schmitz Foto: J. Lange

Stolberg. Einig, in sich geschlossen und offen nach außen präsentierte sich der SPD-Stadtverband bei seiner Delegiertenversammlung im Wintergarten des Hotels Stadthalle.

Einstimmig wurde Martin Peters als Vorsitzender bestätigt - zum vierten Mal in Folge und zum zweiten Mal einstimmig. Ebenso einmütig komplettierten die Delegierten die Vorstandsriege, verabschiedeten mit Dank scheidende Mitglieder und nahmen neue auf. Beispielsweise mit Turgay Sacu als Beisitzer den Vorsitzenden des deutsch-türkischen Kulturvereins „Ditib”. Ein Zeichen der Integration; er ist neben Gürhan Dogan der zweite Migrant an der Führungsspitze der Stolberger Sozialdemokratie.

Neu geschaffen wurde das Amt des Pressesprechers, die Riege der Stellvertreter von drei auf zwei reduziert. Zumeist aus beruflichen Gründen stellten sich der langjährige Kassierer Günter Latz sowie Boris Weinstein, Dana Manoliu und Hilde Steg nicht mehr der Wahl. In seinem Rechenschaftsbericht ließ Martin Peters die Zeit seit der Landtagswahl Revue passieren. „Unser Kandidat Stefan Kämmerling hat Axel Wirtz in seiner Heimatstadt geschlagen”, bilanzierte der Vorsitzende; nur wenige Stimmen trennten ihn von dem Mandat in Düsseldorf, wo die Minderheitsregierung aus SPD und Grünen „reibungsloser als erwartet” funktioniere.

Im Unterbezirk hat mit Martin Peters ein Stolberger die Nachfolge des designierten Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz aus Würselen, angetreten. „Erstmals seit vielen Jahren gab es keine Kampfkandidaturen”, verwies Peters darauf, dass bei der Besetzung des Vorstandes auf der Ebene des Altkreises jeder Ortsverein berücksichtigt, alle Quoten und der Proporz erfüllt wurde. Korrespondierend mit dem Unterbezirk setzte sich der Stadtverband nach den Wahlen die Schwerpunkte Bildung und Soziales.

Mit Patrick Haas sei es ein Sozialdemokrat gewesen, der als ehrenamtlicher Vorsitzender des Schulausschusses entscheidende Impulse für die Einführung der Gesamtschule in Stolberg gegeben habe. Gerold Fuchs sei auf dem Weg, in privat-public-partnership ein nachbarschaftliches Frühwarnsystem zu installieren.

Alexandra Tkatschenko von der Katholischen Fachhochschule in Köln betreut das Projekt. Sie berichtete den Delegierten über den Stand des Vorhabens, dessen Umsetzung sich bis 2014 hinziehen werde. Tkatschenko hat eine erste Sozialraumanalyse in Stolberg vollzogen, die mit Hilfe von 40 Studenten jetzt intensiviert und mit Interviews ergänzt werde, um den Bedarf und die Hilfsangebote konkretisieren zu können. „Stolberg liegt mit einem Anteil von rund 21 Prozent Senioren noch im Landesdurchschnitt”, verwies Tkatschenko darauf, dass „bis 2030 der Anteil auf 50 Prozent steigen wird.”

Neben der kontinuierlichen Arbeit gegen Rechtsextremismus werde sich der Stadtverband zukünftig intensiver mit der Mitgliederentwicklung befassen. Genossen müssten gehalten, gebunden und neugewonnen werden, forderte Peters. Ein Rückholmanagement bei Austritten, eine Beteiligung an der Arbeit und das Anwerben müssten intensiviert werden.

Um künftige Mandatsträger zu qualifizieren, sollten Amtsinhaber Patenschaften übernehmen; Schulungs- und Bildungsangebote sollen den Weg in die aktive Politik ergänzen.

Peters unterstrich die Tätigkeit der bestehenden drei Arbeitsgemeinschaften in der SPD der Frauen, Jusos und 60puls, für die Hanne Zakowski, Tim Schmitz und Rolf Engels Tätigkeitsberichte ablegten, und kündigte Bemühungen an, zunächst auf Unterbezirksebene die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen zu beleben; mit Peter Mogga, dem Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten, habe man einen renommierten Mitstreiter gefunden.

Die Arbeitsgemeinschaft für Selbstständige sei mit dem Stolberger André Brümmer als Landesvorsitzenden zudem bestens positioniert.
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